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Mittwoch, 06 Dezember 2017 07:15

Frankreich: Alstom will E-Bus-Sparte von Gummireifen-Tram trennen

Der französische Hersteller Alstom will sein Geschäft mit Aptis-Elektrobussen aus seiner Tochtergesellschaft NTL (New Translohr) herausnehmen, um es mit einem Teil der Belegschaft in einer neuen Struktur unterzubringen. Damit sollen einem Bericht des Fachblattes Mobilicités zufolge die Finanzierung der Entwicklung dieser Lösung durch die Einbindung von Investoren erleichtert und die Lohn- und Gehaltskosten von NTL reduziert werden.

Konkret wird Alstom wahrscheinlich im Frühjahr 2018 eine eigene Tochtergesellschaft gründen, an der die Firma zunächst 100 % der Anteile besitzt. Dort wird das Geschäft mit Elektrobussen des Typa Aptis angesiedelt sein, von dem ein dritter Prototyp derzeit gefertigt wird. In einem zweiten Schritt wird das Kapital dieser Gesellschaft für neue Investoren geöffnet, wobei Alstom Mehrheitsaktionär bleiben will. Die damit verbundene Auslagerung von etwa 90 Mitarbeitern bestätigte Alstom am 04.12.2017 gegenüber dem Betriebsrat in Duppigheim.

Die Herstellung der Straßenbahnen auf Rädern, die 2012 von der Lohr-Gruppe übernommen wurde, wird ihrerseits weiterhin in der Verantwortung von NTL liegen. Das Kapital von NTL wird wie bisher zwischen Alstom (51%) und Bpifrance (49%) aufgeteilt. Aber die Lohnsumme wird mit nur hundert Personen im Vergleich zu 188 heute reduziert. Die Zukunft dieser Firma wird von den wirtschaftlichen Perspektiven der Translohr-Straßenbahn abhängen, die Gewerkschaftskreise infolge fehlender neuer Aufträge als "sehr besorgniserregend" ansehen.

WKZ, Franz A. Roski, Quelle Mobilicités

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