Auf dem meterspurigen Restnetz der Peloponnesbahn um Patras wird seit Jahren sehr erfolgreich ein S-Bahn ähnlicher Proastiakos-Verkehr zwischen Patras und Rio angeboten, wegen Bauarbeiten zeitweilig verkürzt. Mit Mitteln der Region wurde die Strecke nach Südwesten bis Kato Achaia saniert und nach jahrelanger Verzögerung Anfang 2020 in Betrieb genommen, wegen des Corona-Lockdowns aber sehr bald wieder eingestellt.
Die Frequenz der Züge auf diesem Abschnitt war nicht befriedigend, was zu einer wesentlich geringeren Annahme dieser Züge als erwartet führte. Mit der Wiederaufnahme des Betriebs wurde das Angebot bis Kaminia (5 km vor Kato Achaia) beschränkt, das dem EVU TrainOSE mit einem Zug einen Stundentakt ermöglichte, aber zu massiven Protesten der betroffenen Gemeinden führte.
OSE als Netzbetreiber baute daraufhin die Strecke weiter aus (Bahnübergänge, Einzäunungen), bei Probefahrten wurde die Strecke bis Kato Achaia in 27 Minuten zurückgelegt. Daraufhin wurde der Druck auf TrainOSE erhöht den Verkehr im Stundentakt bis Kato Achaia auszudehnen, was aber TrainOSE als undurchführbar ablehnt.
Dieses Ping-Pong-Spiel wird von der regionalen Presse intensiv beobachtet, Ende offen.
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Prof. Dr. Johannes Schenkel