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Freitag, 26 März 2021 09:00

Spanien: AVE-Anschluss von Bilbao verlangsamt sich

Die seit Februar 2020 nicht mehr tagende interinstitutionelle Kommission für die Ankunft des Hochgeschwindigkeitszuges in Bilbao traf sich am 24.03.2021 am Sitz des Ministeriums für Verkehr, Mobilität und urbane Agenda (Mitma) in Madrid, mit dem Ziel, den Fortschritt der notwendigen Maßnahmen zu überwachen, um die Ankunft des Hochgeschwindigkeitszuges am Bahnhof Bilbao-Abando umzusetzen. Die Sitzung endete mit einer Einladung zu einem weiteren Treffen im Juni.

Das Projekt umfasst ein kolossales Werk mit einem fast 7 km langen Tunnel und einem neuen unterirdischen Bahnhof mit zwei verschiedenen Zugangsebenen für Nahverkehrszüge und die neuen Hochgeschwindigkeitszüge. Die für 2019 geschätzten Kosten für das Projekt überstiegen 730 Mio. EUR, wobei die Stadt Bilbao 120.000 Quadratmeter städtisches Land zurückgewinnen würde. Die baskische Regierung hoffte, dass die unterirdischen Arbeiten im Jahr 2020 ausgeschrieben werden könnten, aber der Zeithorizont für die Fertigstellung ist zuerst auf 2023, inzwischen aber auf 2027 gestiegen. Auch über die Anbindung des "Baskischen Y" an den Mittelmeerkorridor durch Pamplona bestehen weiter Unklarheiten.

An der Kommission nahmen für die MITMA der Generalsekretär für Infrastrukturen, Sergio Vázquez Torrón, und die Präsidentin von ADIF, Isabel Pardo de Vera, teil, für die baskische Regierung der Minister für Raumordnung, Wohnungsbau und Verkehr, Ignacio Mª Arriola, und für Bilbao der Stadtrat für Arbeiten, Dienstleistungen, Stadtsanierung und öffentlichen Raum, Asier Abaunza. Verschiedene Vertreter der drei Verwaltungen waren ebenfalls anwesend.

Zunächst erläuterten die Techniker von Mitma die Fortschritte bei der Bearbeitung der Informativen Studie, die sich derzeit in der Phase der Umweltverträglichkeitsprüfung befindet, und beschrieben die verschiedenen Fortschritte bei den spezifischen Studien, die für diese Prüfung erforderlich sind.

In diesem Rahmen wurde es als notwendig erachtet, die Kontakte auf technischer Ebene aufrechtzuerhalten, damit die Stadtverwaltung von Bilbao auch bei den städtebaulichen Aspekten des Vorhabens vorankommt, da einige Elemente der Bahnlösung Einfluss auf die Gestaltung der Stadt haben. Deshalb wurde vereinbart, eine Arbeitsgruppe mit den drei Verwaltungen einzurichten, die sich mit diesen Aspekten beschäftigt. In den nächsten Tagen wird die Zusammensetzung der Gruppe festgelegt, die sich voraussichtlich im April konstituieren wird.

Ebenso wurde es als zweckmäßig erachtet, Fortschritte bei der Artikulation der Verwaltungs- und Finanzierungsmechanismen zu machen, die mit der Ankunft des Hochgeschwindigkeitszuges kompatibel sind, wofür die möglichen Szenarien in diesem Sinne untersucht werden. In diesem Zusammenhang wird an den verschiedenen Optionen gearbeitet, die einbezogen werden können und die die Ausführungszeiten berücksichtigen werden.

Diese letzte Analyse soll als Grundlage für die nächste Sitzung der Kommission dienen, die vereinbarungsgemäß innerhalb von drei Monaten stattfinden soll.

WKZ, Quelle Mitma, El Mundo

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Letzte Änderung am Freitag, 26 März 2021 09:36

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