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Dienstag, 30 März 2021 10:27

Europäische Union: Verkehrs-Europaabgeordnete drängen auf Ende der Zeitumstellung

Nach einer weiteren saisonalen Zeitumstellung drängen die Verkehrsabgeordneten die EU-Länder dazu, ihre Arbeit zu beschleunigen und auf das Plädoyer der Bürger für ein Ende der Zeitumstellung zu reagieren.

Bereits im März 2019 stimmte das Europäische Parlament dafür, die Praxis der Umstellung der Uhren um eine Stunde im Frühjahr und Herbst ab 2021 zu beenden. Der EU-Rat war jedoch nicht so ehrgeizig und hat sich nach zwei Jahren der Überlegungen nicht auf eine gemeinsame Position geeinigt.

Da die EU-Länder nun auf Sommerzeit umgestellt haben, sagte der Berichterstatter des Parlaments Johan Danielsson (S&D, SE): "Es ist wichtig, auf die Forderung unserer Bürger zu hören, die Zeitumstellung zu stoppen. 4,6 Millionen Menschen haben auf die öffentliche Konsultation zu diesem Thema geantwortet, so viele wie nie zuvor. Dies ist ein Thema, das unseren Bürgern am Herzen liegt, und wir müssen ihnen zeigen, dass sich die Europäische Union um ihre Anliegen kümmert. Schätzungsweise 20 % der Bevölkerung leidet unter körperlichen oder psychischen Problemen im Zusammenhang mit der Zeitumstellung. Dabei handelt es sich oft um gefährdete Gruppen der Gesellschaft, wie Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke. Ich hoffe wirklich, dass die EU-Länder aufhören, sich Zeit zu lassen und an den Verhandlungstisch kommen, um sich ohne weitere Verzögerung auf ein Ende der Zeitumstellung in der EU zu einigen."

"84% der EU-Bürger sind für ein Ende der Zeitumstellung, die sich laut zahlreicher Studien negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirkt. Es ist klar - die saisonale Zeitumstellung muss beendet werden und die EU-Länder sollten sich untereinander abstimmen, um die beste Zeit für ihre Region zu wählen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn wir so schnell wie möglich Gespräche über neue Regeln beginnen können", fügte die Vorsitzende des Ausschusses für Verkehr und Fremdenverkehr, Karima Delli (Grüne/EFA, FR), hinzu.

Hintergrund

Als Reaktion auf Bürgerinitiativen forderte das Parlament die Kommission im Februar 2018 auf, die Richtlinie zur Sommerzeitregelung zu bewerten und gegebenenfalls einen Vorschlag zur Überarbeitung der Richtlinie vorzulegen.

Nach der Bewertung, zu der 4,6 Millionen Antworten eingingen, von denen sich 84 % für eine Beendigung der Zeitumstellung aussprachen, legte die Kommission den Vorschlag vor, der 2019 vom Europäischen Parlament überarbeitet wurde. Damit neue Regeln zum EU-Recht werden, müssen sie zwischen dem Parlament und den EU-Ministern vereinbart werden.

Die EU hat die Sommerzeitregelungen erstmals 1980 vereinheitlicht, um einen harmonisierten Ansatz für die Zeitumstellung im Binnenmarkt zu gewährleisten, da bis dahin die nationalen Sommerzeitpraktiken und -zeitpläne voneinander abwichen. Die aktuelle Richtlinie zur Sommerzeitregelung schreibt vor, dass die EU-Länder am letzten Sonntag im März auf die Sommerzeit und am letzten Sonntag im Oktober wieder auf die Standardzeit umstellen.

WKZ, Quelle Verkehrsausschuss

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