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Freitag, 09 April 2021 11:00

Niederlande: 2,5 Mio. Euro Förderung für die Verlagerung des Güterverkehrs auf Wasser und Schiene

Infrastrukturministerin Cora van Nieuwenhuizen und Staatssekretärin Stientje van Veldhoven stellen für den Modal Shift - der Verlagerung des Gütertransports auf Wasser und Schiene - 2,5 Mio. EUR zur Verfügung. Logistikunternehmen, die kleine oder mittelgroße Transporte durchführen, können eine finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie Ladungen bündeln.

Ministerin Van Nieuwenhuizen: "Wir müssen unsere Straßen entlasten, Industrie und Hafenanlagen müssen erreichbar bleiben. Dies ist kein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit. Mit dieser Regelung können wir mindestens 1000 Lkw pro Tag von der Straße nehmen. Und nicht unwichtig: Das ist eine Hilfestellung für Unternehmer, damit sie den Wandel tatsächlich schaffen können."

Staatssekretärin van Veldhoven: "Der Umstieg von der Straße auf Wasser oder Schiene erfordert Mut. Es erfordert von den Unternehmern, anders zu denken, denn natürlich ist der Transport per Schiff oder Zug anders als der Transport per LKW. Aber der Wechsel ist notwendig, um den Transportsektor nachhaltiger zu gestalten."

Täglich 2.000 Container von der Straße

Das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft setzt sich gemeinsam mit den Provinzen und den Gruppierungen Topsector Logistiek und Logistieke Alliantie für eine Verkehrsverlagerung in den kommenden Jahren ein. Mehr Gütertransport auf dem Wasser und auf der Schiene statt auf der Straße ist auch deshalb wichtig, weil die groß angelegten Ersatz- und Renovierungsarbeiten der Infrastrukturbehörde Rijkswaterstaat den Druck auf das Straßennetz erhöhen werden. Rijkswaterstaat wird in den kommenden Jahren mehr als 100 Brücken, Tunnel, Schleusen und Viadukte ersetzen oder renovieren. Für den Zeitraum 2020-2024 wollen die Beteiligten 2.000 Container pro Tag von der Straße auf die Binnenschifffahrt auf den Korridoren Rotterdam - Venlo und Rotterdam - Arnhem/Nijmegen verlagern. Das bedeutet 1.000 Lkw weniger auf der Straße pro Tag.

Anwendung

Unternehmer, die an einer Verkehrsverlagerung arbeiten wollen, können seit dem 1. April 2021 einen Antrag mit maximal 500.000 Euro pro Projekt einreichen. Sie müssen einen konkreten Vorschlag unterbreiten, wie sie Güter von der Straße auf das Wasser oder die Schiene verlagern wollen.

Unternehmer, die ihren Transport auf das Wasser verlagern wollen, müssen auf der Strecke zwischen dem Rotterdamer Hafen und Deutschland über die Regionen Arnheim-Nimwegen und Venlo aktiv sein. Hierfür stehen insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Vorschläge für eine Verlagerung vom Lkw auf die Bahn sind in den gesamten Niederlanden förderfähig. Der Topf für diesen Schalter beträgt 1 Million Euro.

Anträge können bis spätestens 1. September 2021 bei der Durchführungsorganisation von Connekt eingereicht werden.

WKZ, Quelle Ministerie van Infrastructuur en Waterstaat

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Letzte Änderung am Donnerstag, 08 April 2021 18:56

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