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Montag, 12 April 2021 17:33

Dänemark: Elektrische Triebzüge von Alstom tragen DSB in die Zukunft

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Fotos DSB.

Die DSB hat heute (12.09.2021) beschlossen, mindestens 100 elektrische Triebzüge bei dem französischen Zughersteller Alstom zu bestellen. Die Triebzüge werden das Rückgrat des zukünftigen Schienenverkehrs sein und sollen ab 2024 ausgeliefert werden. Der Auftrag markiert einen wichtigen Meilenstein beim Übergang zu einem klimafreundlicheren und nachhaltigeren öffentlichen Verkehr.

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"Dies ist ein historischer Tag für die DSB und für den öffentlichen Verkehr in Dänemark. Mit der Bestellung neuer elektrischer Triebzüge können wir uns darauf freuen, die in die Jahre gekommenen dieselbetriebenen Züge innerhalb weniger Jahre in Rente zu schicken. Die ersten elektrischen Triebzüge werden in etwa 3,5 Jahren ausgeliefert, und die Kunden können sich auf einen effizienteren Zugverkehr mit gutem Komfort und höherer Pünktlichkeit freuen", sagt Peter Schütze, Vorsitzender der DSB.

Der Kauf neuer elektrischer Triebzüge ist die größte Investition in der Geschichte der DSB. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf mehr als 20 Mrd. DKK (2,7 Mrd. EUR), wenn man die erwartete Anzahl der Triebzüge und deren Wartung berücksichtigt. Um die bestmögliche Rendite und einen reibungslosen Übergang zum Betrieb ausschließlich elektrischer Triebzüge zu gewährleisten, wurde bereits bei der Planung des Kaufs im Jahr 2014 der volle Fokus auf den Kauf einer etablierten und bewährten Produktplattform gelegt.

Alstom wurde unter anderem deshalb für die Lieferung der Züge ausgewählt, weil das Unternehmen über eine langjährige und vielseitige Erfahrung in der Lieferung von Zügen verfügt. Die neuen elektrischen Triebzüge basieren auf der Produktplattform Coradia stream, die in Italien bereits im Personenverkehr eingesetzt wird. Die von der DSB bestellten Triebzüge sind ebenfalls nahe an einer Lösung, die an die Niederlande geliefert wurde und vor der Lieferung an Dänemark in Betrieb genommen werden soll.

Im Rahmen der Ausschreibung wird Alstom für die Wartung der elektrischen Triebzüge verantwortlich sein. Um die neuen Züge der Zukunft warten und instand halten zu können, baut die DSB zwei neue Werkstätten in Aarhus und Kopenhagen. Sie werden zu 100 Prozent für die neuen Züge eingesetzt und nach den höchstmöglichen Umweltstandards zertifiziert.

"Eine neue, einheitliche und elektrische Zugflotte erfordert weniger Wartung als unsere derzeitigen alternden Dieselzüge. Auf diese Weise trägt die heutige Entscheidung sowohl zu mehr Nachhaltigkeit in Bezug auf Umwelt und Klima, aber auch in Bezug auf die Finanzen der DSB bei. Sowohl zum Vorteil der Kunden als auch unserer Fähigkeit, ihnen attraktive Tickets und Fahrten anzubieten. Ein starker Ausgangspunkt dafür, dass sich mehr Dänen für den Zug entscheiden und damit zu weniger Umweltverschmutzung und weniger Autos auf den Straßen beitragen", sagt Flemming Jensen, CEO der DSB.

Die ersten der neuen elektrischen Triebzüge werden im Jahr 2024 und die letzten im Jahr 2029 ausgeliefert.

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Fakten zum Zug

Der Vertrag mit Alstom sieht den Kauf von mindestens 100 elektrischen Triebzügen vor. Die DSB erwartet, dass sie insgesamt etwa 150 Stück kaufen wird.

• Die Gesamtinvestition für den Kauf von Zügen und die Wartung beträgt mehr als 20 Mrd. DKK (2,7 Mrd. EUR)
• Die Vereinbarung muss vom Finanzausschuss des Folketing genehmigt werden, bevor sie in Kraft treten kann
• Coradia Stream ist eine etablierte Produktplattform - das, was einem Standardzug am nächsten kommt.
• Die Coradia Stream-Plattform ist in Italien in Betrieb und wurde für die Niederlande bestellt
• Coradia Stream wird voraussichtlich ab Ende 2024 bei Kunden in Dänemark im Einsatz sein
• Es wird einen Niederflureinstieg geben, von dem unter anderem Rollstühle und Kinderwagen profitieren

Weitere Informationen

Artikel des Nordschleswigers

Bengt Dahlberg, Volker Heesch, G. Bieniek, WKZ, Quelle DSB

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Letzte Änderung am Montag, 12 April 2021 19:33

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