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Freitag, 08 Dezember 2017 13:25

Österreich: Vorinformation VOR zur Direktvergabe SPNV 2019 – Dieselnetz

Die Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) GmbH hat im Amtsblatt der Europäischen Union eine Vorinformation zur Direktvergabe "SPNV 2019 – Dieselnetz" für 12 Monate ab 9.12.2018 veröffentlicht (2017/S 236-491346).

Zur Verdichtung des Nahverkehrs sowie zur Erhöhung der Sitzplatzkapazitäten als Folge steigender Nachfrage im stadturbanen Bereich soll auf den nicht elektrifizierten Strecken im Raum Wiener Neustadt und Zentralraum St. Pölten ausgeweitet bzw. verstärkt werden.
Im Detail betrifft das im Raum Wiener Neustadt die Streckenabschnitte von Wiener Neustadt nach Puchberg am Schneeberg (Puchbergerbahn) und von Wiener Neustadt nach Gutenstein (Gutensteinerbahn) sowie im Zentralraum St. Pölten von St. Pölten nach Lilienfeld/Schrambach und Hainfeld (Traisentalbahn), von Pöchlarn nach Scheibbs (Erlauftalbahn), von St. Pölten nach Krems (Kremserbahn) und Krems über Hadersdorf am Kamp und Horn nach Sigmundsherberg (Kamptalbahn).

• Im Abschnitt Wiener Neustadt – Puchberg am Schneeberg sollen Montag bis Freitag bis zu 6 Züge und am Wochenende und an Feiertagen bis zu 10 Züge zusätzlich verkehren.
In Summe sollen somit zusätzlich auf der Linie Puchbergerbahn bis zu 50 000 Zug-Kilometer pro Jahr bestellt werden.
• Im Abschnitt Wiener Neustadt – Gutenstein sollen Montag bis Freitag bis zu 12 Züge und am Wochenende und an Feiertagen bis zu 16 Züge zusätzlich verkehren.
In Summe sollen somit zusätzlich auf der Linie Gutensteierbahn bis zu 180 000 Zug-Kilometer pro Jahr bestellt werden.
• Im Abschnitt St. Pölten – Traisen – Lilienfeld/Schrambach und Traisen – Hainfeld sollen Montag bis Freitag bis zu 8 Züge und am Wochenende und an Feiertagen bis zu 20 Züge zusätzlich verkehren.
In Summe sollen somit zusätzlich auf der Linie Traisentalbahn bis zu 90 000 Zug-Kilometer pro Jahr bestellt werden.
• Im Abschnitt Pöchlarn – Scheibbs sollen Montag bis Freitag bis zu 6 Züge und am Wochenende und an Feiertagen bis zu 14 Züge zusätzlich verkehren.
In Summe sollen somit zusätzlich auf der Linie Erlauftalbahn bis zu 70 000 Zug-Kilometer pro Jahr bestellt werden.
• Im Abschnitt St. Pölten – Krems – Hadersdorf – Sigmundsherberg sollen Montag bis Freitag bis zu 10 Züge und am Wochenende und an Feiertagen bis zu 18 Züge zusätzlich verkehren.
In Summe sollen somit zusätzlich auf der Linie Kremserbahn und Kamptalbahn bis zu 195 000 Zug-Kilometer pro Jahr bestellt werden.
In Summe sollen somit zusätzlich auf den Linien Puchbergerbahn, Gutensteinerbahn, Traisentalbahn, Erlauftalbahn, Kremserbahn und Kamptalbahn bis zu 585 000 Zug-Kilometer pro Jahr bestellt werden.

Der Aufraggeber behält sich vor nur Teile der Leistungen abzurufen. Zur Anwendung kommt eine Direktvergabe gem. Art 5 (6) der Verordnung(EG) Nr. 1370/2007.

Zur Sicherstellung eines in der Erbringung von ÖPNV-Leistungen unerlässlichen hohen KundInnennutzens, sowie hohen Qualitätsniveaus besteht das Ziel, umsteigefreie Direktverbindungen anzubieten.

Voraussichtliche Dauer der Beauftragung: 9.12.2018 bis Fahrplanwechsel 12.2019

Zum Einsatz sollen barrierefreie Regional- oder Nahverkehrszüge kommen, welche auf der vorhandenen Eisenbahninfrastruktur unter Berücksichtigung der Bahnsteiglängen und Bahnsteighöhen eingesetzt werden können. Das Zugmaterial muss zudem folgende Eigenschaften besitzen: Barrierefreiheit, Behindertengerechtigkeit, Mehrzweckabteil, Klimatisierung, Sanitäranlagen und akustisches Fahrgastinformationssystem. Die Fahrzeuge müssen für den Schienenpersonenverkehr in der Republik Österreich zum Zeitpunkt der Betriebsaufnahme zugelassen sein.

Eisenbahnverkehrsunternehmen, die zur Erbringung von Schienenverkehrsdienstleistungen in Österreich befähigt sind und plausibel darlegen können, dass sie die zu beauftragenden Verkehrsdienstleistungen mit den dargestellten Anforderungen erbringen können, können bei der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) GmbH mittels Vorlage eines zumindest in seinen wesentlichen Grundzügen erstellten Angebots ihr Interesse am Auftrag bekunden.

Dieses Angebot kann innerhalb eines Jahres ab dem Tag der Vorinformation eingereicht werden. Der Auftraggeber ersucht jedoch um möglichst rasche Übermittlung bis 3.2018. Sollte keine umsteigefreie Direktverbindung angeboten werden können, kann im Angebot dargelegt werden, wie dieser Nachteil in der Nutzerfreundlichkeit ausgeglichen werden soll.

Das Eisenbahnunternehmen muss die Leistung im Verbundtarif erbringen. Hierfür hat sich das Eisenbahnunternehmen ins Einvernehmen mit dem Auftraggeber zu setzen.

Quelle EU-Amtsblatt

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Letzte Änderung am Freitag, 08 Dezember 2017 13:36

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