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Mittwoch, 21 April 2021 08:00

Russland: 750 Soldaten bauen die Baikal-Amur-Magistrale (BAM) aus

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Fotos Verteidigungsministerium.

Der Ausbau der Baikal-Amur-Magistrale (BAM) wird von Einheiten der Fünften Separatbrigade der Eisenbahntruppen der russischen Streitkräfte durchgeführt, um die RŽD zu entlasten und den Ausbau zu beschleunigen. Dies wurde vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums am 5. April berichtet.

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"Aufgrund der Entscheidung des Obersten Befehlshabers und des Verteidigungsministers werden die Eisenbahntruppen mit dem Ausbau der Baikal-Amur-Eisenbahn beginnen", teilte der stellvertretende Verteidigungsminister Dmitrij Bulgakov mit. "Alle zehn unserer Brigaden werden am Bau des Abschnitts von Ulak bis Fevralsk beteiligt sein. Die Strecke ist 340 Kilometer lang."

Nach der Ankunft der verschiedenen Brigaden am Standort bereiten sich die Mitarbeiter der Militäreisenbahn auf die Unterbringung, den Empfang und das Abladen der Ausrüstung wie Planierraupen, Kipper, Bagger, Tankwagen und Spezialgeräte vor. Insgesamt werden die Spezialisten der Eisenbahntruppen mehr als die Hälfte dieses Abschnitts der Baikal-Amur-Magistrale großenteils zweigleisig ausbauen - 183 von 340 geplanten Kilometern. Etwa 750 Soldaten und mehr als 400 Militär- und Spezialmaschinen werden an dem Bau beteiligt sein.

Die Modernisierung der Baikal-Amur-Magistrale und der Transsibirischen Eisenbahn ist im Entwicklungsprogramm der Russischen Eisenbahnen bis 2025 enthalten, das 2019 von der russischen Regierung verabschiedet wurde. Das Programm setzt Ziele für die Entwicklung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs und der Infrastruktur, die Erhöhung der Verkehrsmobilität und die Erneuerung der Fahrzeugflotte.

Im Februar 2020 entwickelte die Russische Eisenbahn einen Plan für die beschleunigte Modernisierung der BAM und der Transsibirischen Eisenbahn, der 212 vorrangige Abschnitte vorsieht. Dank des Plans sollen die Fristen des Entwicklungsprojekts der Russischen Eisenbahnen RŽD um mindestens ein Jahr verkürzt werden. Hinzu kommt die Forderung zum Abtransport der Kohlevorräte an der Stichstrecke von Elga nach Ulak.

Es gibt aber auch Kritik am Einsatz der Soldaten. "Es ist unwahrscheinlich, dass die Wehrpflichtigen den Bau des zweiten Gleises der Baikal-Amur-Magistrale schneller bewältigen können." Diese Meinung vertrat Aleksandr Počtarʹ, stellvertretender Generaldirektor für Logistik von VaninoTransUgolʹ, im Rahmen des Forums "Bergbauindustrie: Investitionsprojekte und Fördermaßnahmen". "Das Militär einzubinden ist großartig, aber es kommt darauf an, wie man baut. Es wird nur langsam voran gehen.Würden Sie einem 18-jährigen Jungen die Verantwortung für einen Hitachi, einen Bagger, übertragen? Ein Soldat wird eine Schraube eindrehen. Alles, was mit Maschinen zu tun hat, darf nur von einem Offizier erledigt werden. Man kann dies nicht in einer Woche bewerkstelligen."

WKZ, Rüdiger Lüders, Hans-Jürgen Schulz, Quelle Verteidigungsministerium, Regnum, RŽD-Partner

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Letzte Änderung am Mittwoch, 21 April 2021 08:44

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