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Montag, 26 April 2021 07:00

Lettland: Erster virtueller Konzeptzug für die Rail Baltica vorgestellt

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Fotos Rail Baltica.

Das Rail-Baltica-Joint-Venture RB Rail AS hat den ersten virtuellen Hochgeschwindigkeits-Konzeptzug entwickelt, der die baltischen Staaten mit dem westeuropäischen Eisenbahnnetz verbinden soll.

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Die bereitgestellte Übersicht des virtuellen Konzeptzuges wurde von den Experten der RB Rail AS erstellt, um die Eigenschaften des Hochgeschwindigkeitszuges zu veranschaulichen, wobei die Zugvisualisierungen auf einem allgemeinen Modellzug basieren, so dass sich jeder den zukünftigen Zug vorstellen kann. Das Konzept des Hochgeschwindigkeitszuges auf der Rail Baltica-Infrastruktur wird mit Strom betrieben.

Im Jahr 2021, dem Europäischen Jahr der Eisenbahn, in dem die Eisenbahnindustrie für ihren Beitrag zum sicheren, umweltfreundlichen und komfortablen Transport von Menschen und Gütern im Rampenlicht steht, gibt RB Rail einen allgemeinen Überblick über das Designkonzept und die Funktionen des virtuellen Zuges.

"Nur 37 % der Menschen in Estland und Lettland und 27 % in Litauen sind laut der Umfrage, die Ende 2020 in den baltischen Ländern durchgeführt wurde, schon einmal mit einem Hochgeschwindigkeitszug gereist", sagt Agnis Driksna, CEO und Vorstandsvorsitzende des Rail-Baltica-Joint-Ventures RB Rail AS. "Das erfordert, dass wir die Gesellschaft noch aktiver über die persönlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile informieren und aufklären, die der Hochgeschwindigkeitszug für die Menschen in unserer Region mit sich bringen würde, einschließlich der insgesamt positiven Auswirkungen und Erfahrungen, die man beim Reisen mit einem Hochgeschwindigkeitszug machen kann."

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Konzept Hochgeschwindigkeitsmodellzug

Die Inspiration für das Zugdesign stammt von dem einen Element, das alle drei baltischen Staaten verbindet - der Ostsee. Sonne, Meer und Sand spiegeln sich in der Farbgestaltung des Modellzuges wider. Dieses virtuelle Modell ist ein imaginärer Zug, inspiriert von den modernsten Hochgeschwindigkeitszügen, die in Europa und anderswo auf der Welt im Einsatz sind.

Der Komfort des Hochgeschwindigkeitszuges steht an erster Stelle

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In der Standardklasse soll jeder Zug aus 8 Waggons mit ca. 70 Sitzplätzen pro Waggon bestehen. Allen Fahrgästen werden Wi-Fi-Dienste, USB-Steckplätze, Ladestationen und Bildschirme mit aktuellen Informationen über die Reiseroute zur Verfügung stehen. In der First Class hingegen wird es, wie bei den Fluggesellschaften, ein höheres Maß an Komfort geben, wie z.B. mehr persönlichen Raum mit weniger Personen pro Wagen und extra Beinfreiheit. Ein spezieller Bereich für Geschäftsreisende wird mit Telekonferenzeinrichtungen wie einem Besprechungsraum und einem Präsentationsbildschirm zur Verfügung stehen.

Eine Cafeteria, die sich zwischen der Standard- und der ersten Klasse befindet, wird während der gesamten Reise heiße Getränke und Snacks servieren.

Spezielle Plätze ermöglichen den Zugang zu Rollstühlen für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität und Vorzugssitze für ältere Fahrgäste. Außerdem ist vorgesehen, dass jede Toilette mit einem Wickeltisch ausgestattet wird. Außerdem ist ein spezieller Platz für Haustiere vorgesehen, da sie auf jeder Strecke mit ihren Besitzern reisen dürfen.

Wir erwarten Bequemlichkeit für jeden, unabhängig vom Zweck der Reise, ein spezieller Bereich ist für die Aufbewahrung von Fahrrädern und Gepäck vorgesehen. Um das Reisen für Geschäfts- und Freizeitreisende noch bequemer zu machen, ist auch vorgesehen, dass die Passagiere die Möglichkeit haben werden, ihr Gepäck für die Verbindungen mit den Flughäfen aufzugeben.

Sicherheit ist eine Priorität

Rail Baltica wird die erste Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecke in den baltischen Staaten sein, daher sind Sicherheitsmaßnahmen besonders wichtig. "Der Zug wird mit einem Brandschutzsystem ausgestattet sein, einschließlich Rauchdetektion, Feuerlöschanlage, Videoüberwachungssystem, Fahrerwarnsystem sowie Notrufknopf zur Kontaktaufnahme mit dem Zugbegleiter. Wir haben den Zug nach den neuesten Ergonomie- und Komfortstandards konstruiert", fasst Jean-Marc Bedmar, Leiter der Abteilung Systeme und Betrieb von RB Rail AS, zusammen.

Das Ziel des Rail Baltica-Projekts ist es, die Infrastruktur für möglichst viele verschiedene Betreiber und Züge bereitzustellen. Die baltischen Infrastrukturbetreiber der Rail Baltica-Linie arbeiten an einer Single-Window-Lösung, um den Wettbewerb auf der Strecke zu erhöhen und den Rail Baltica-Fahrgästen eine bessere Servicequalität zu bieten.

WKZ, Quelle Rail Baltica

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Letzte Änderung am Sonntag, 25 April 2021 20:16

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