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Donnerstag, 27 Mai 2021 13:28

Italien: FS Italiane - Nicoletta Giadrossi neue Präsidentin, Luigi Ferraris soll Geschäftsführer werden

Luigi Ferraris Geschäftsführer, Nicoletta Giadrossi Präsidentin. Mit diesen beiden Namen läutet Ministerpräsident Mario Draghi eine neue Saison an der Spitze der Ferrovie dello Stato ein. Die Wahl kommt nach Gesprächen mit dem Wirtschaftsminister Daniele Franco und nach einem langen Evaluierungsprozess mit Beteiligung von Headhuntern zustande.

Die Aktionärsversammlung der Ferrovie dello Stato Italiane SpA ist am 26.05.2021 zusammengetreten, um den Jahresabschluss 2020 zu genehmigen, der einen Gewinn von 41 Mio. EUR ausweist, nachdem der Verwaltungsrat ihn am 31. März 2021 genehmigt hat. Die Hauptversammlung hat beschlossen, den Jahresüberschuss wie vom Verwaltungsrat vorgeschlagen zu verwenden. Der Jahresabschluss mit dem konsolidierten Jahresfinanzbericht 2020 der FS-Gruppe ist auf der Website www.fsitaliane.it veröffentlicht.

Die Hauptversammlung wählte auch den neuen Verwaltungsrat (Consiglio di Amministrazione), der sich aus Nicoletta Giadrossi, Luigi Ferraris, Pietro Bracco, Stefano Cuzzilla, Alessandra Bucci, Silvia Candiani und Riccardo Barbieri Hermitte zusammensetzt. Der Verwaltungsrat ist für die Dreijahresperiode 2021-2023 bestellt.

Die Aktionärsversammlung ernannte daraufhin Nicoletta Giadrossi zur Präsidentin des Unternehmens und forderte den neuen Verwaltungsrat auf, Luigi Ferraris zum Geschäftsführer (Amministratore Delegato) zu ernennen.

Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen dankte dem Präsidenten, Gianluigi Vittorio Castelli, dem Geschäftsführer, Gianfranco Battisti, und den scheidenden Verwaltungsratsmitgliedern herzlich für ihre wertvolle Arbeit und die erzielten wichtigen Ergebnisse.

Nicoletta Giadrossi wurde 1966 in Triest geboren und schloss 1988 ihr Studium der Mathematik und Wirtschaftswissenschaften an der Yale University ab, 1992 folgte ein MBA an der Harvard Business School. Seit Mai 2016 ist sie Direktorin von Fincantieri. Unter anderem ist sie seit 2011 Mitglied des Verwaltungsrats von Faiveley Transport und seit 2013 von Bureau Veritas. Sie begann ihre berufliche Laufbahn 1988 als Beraterin bei The Boston Consulting Group, wo sie bis 1994 blieb. Im Jahr 1995 wechselte sie zur General Electric Company, wo sie bis 2005 strategische Führungsaufgaben in verschiedenen Bereichen des Konzerns wahrnahm. Von 2005 bis 2006 war sie operative Partnerin bei Lbo France in Paris, einem Private-Equity-Fonds, der sich auf kleine und mittelgroße Unternehmen in den Bereichen Bauwesen, Maschinen- und Anlagenbau konzentriert, und war dort für das Management der Portfoliounternehmen verantwortlich. Von 2014 bis 2016 war er Präsident der Region A (Europa, Afrika, Naher Osten, Russland, Indien) von Technip, einem führenden Unternehmen für Ingenieur- und Technologiedienstleistungen in den Bereichen Energie und Infrastruktur.

Luigi Ferraris, Jahrgang 1962, kommt ein Jahr nach Beendigung seines Mandats als CEO von Terna in die Führung der FS-Gruppe. Der in Legnano geborene und in Genua in politischer Ökonomie promovierte Ferraris begann seine Karriere 1988 in der Wirtschaftsprüfungsabteilung von PriceWaterhouse. Seit 1990 bekleidete er verschiedene Führungspositionen in Unternehmen wie Agusta, Piaggio VE, Sasib Beverage, Elsag Bailey Process Automation. Zwischen 1998 und 1999 übernahm Luigi Ferraris die Rolle des Chief Financial Officer bei Elsacom, einem Unternehmen der Finmeccanica-Gruppe. Im Jahr 1999 wechselte er zur Enel-Gruppe, wo er mit zunehmender Verantwortung von 2009 bis 2014 zum CFO der Gruppe ernannt wurde. Seit Februar 2015 ist er bei der Poste Italiane Gruppe tätig und leitet als CFO deren Börsengang. Von 2017 bis 2020 war Luigi Ferraris Chief Executive Officer und General Manager von Terna. Während seiner Leitung wurden mehrere wichtige Projekte bei Terna in Betrieb genommen, darunter die Verbindungsleitung Italien-Montenegro, die eine strategische Rolle bei der Integration erneuerbarer Energien spielt und die es Italien durch die Verbindung des Balkans mit der italienischen Halbinsel ermöglicht, seine Rolle als Energiedrehscheibe in Europa und im Mittelmeerraum zu stärken.

WKZ, Quelle FS Italiane, ANSA, Italy 24, Ministero dell'Economia e delle Finanze indica i nominativi

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