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Freitag, 28 Mai 2021 13:03

Österreich: Arbeitskammer präsentiert Verkehrsstudie für bessere Öffi-Verbindungen in NÖ

„Der öffentliche Verkehr spielt eine bedeutende Rolle in der Versorgungssicherheit und für den Klimaschutz. Wenn man den Arbeitnehmerinnen immer wieder ausrichtet, sie mögen doch auf den öffentlichen Verkehr umsteigen, dann muss es dafür auch das Angebot geben“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB Niederösterreich Vorsitzender Markus Wieser

„Wir haben uns daher ein Jahr lang sehr intensiv mit der Fragestellung befasst, was mit der bestehenden Strukturen möglich und notwendig ist, um den öffentlichen Verkehrs nachhaltig auszubauen und langfristig zu verbessern. Die TU Wien hat in unserem Auftrag eine umfassende Studie erarbeitet, um Lösungsvorschläge aufzuzeigen.“

„Es hat sich herausgestellt, dass mehr als ein Drittel der niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen keinen Zugang (15%) oder nur einen öffentlichen Verkehr mit der niedrigsten Qualität (21%) in ihrer Umgebung haben. Auf der anderen Seite haben nur 6,6% der NÖ ArbeitnehmerInnen Anschluss zu den höchsten beiden Kategorien“, so Wieser.

Als Ziel der Wissenschaftler wurde formuliert, den öffentlichen Verkehr landesweit um eine oder zwei Klassen zu verbessern, entweder durch die Verkürzung der Intervalle oder durch die höhere Rangigkeit des Verkehrsmittels. Beide Szenarien, also eine Aufwertung um eine Stufe bzw. eine Aufwertung um zwei Stufen, wurden durchgerechnet, um die notwendigen Investitionen einschätzen zu können.

Die Studienautoren Tadej Brezina und Manuel Hammel kommen in ihrer Studie zu folgenden Ergebnissen: Einerseits sind Investitionen in die Schieneninfrastruktur notwendig. Andererseits muss das Angebot bei Bussen und Zügen gesteigert werden. Für die sogenannte erste und letzte Meile zum Wohn- bzw. Arbeitsort sind ebenfalls Rufbusse, Anrufsammeltaxis und sonstige Formen notwendig.

Einzigartige Studie mit Ausbauplänen, die allen Menschen im Land zu Gute kommen

„So eine detailreiche und umfassende Studie gab es bisher für kein einziges Bundesland“, betonte Wieser. „In der Studie wurde natürlich auch der Ausbau der einzelnen Trassen, die Verbreiterung von Zubringer-Strecken bzw. der mehrgleisige Ausbau angedacht. Darüber hinaus wurden ausführlich Taktverdichtungen, Elektrifizierung, oder der Wechsel zwischen Bus und Bahn ausgearbeitet. Auch der bedarfsorientierte Verkehr für die so genannte erste und letzte Meile wurden mit einbezogen“, so Wieser, der darauf hinwies, dass diese Ausbaupläne allen Menschen in Niederösterreich zu Gute kommen. Die Studie wird daher auch dem für Verkehr zuständigen Landesrat Ludwig Schleritzko, den Landtagsklubs in Niederösterreich, den zuständigen im Bund und den Verkehrsdienstleistern übermittelt.

Pressemeldung Arbeiterkammer Niederösterreich

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