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Dienstag, 01 Juni 2021 08:00

Norwegen: Rettungsübung mit neuen Rettungszug im neuen Tunnel

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Fotos Bane Nor.

"Ein Zug ist im Kongshavn-Tunnel liegen geblieben. Es gibt eine Rauchentwicklung im Zug, und ca. 80 Fahrgäste müssen evakuiert werden". Mit dieser dramatischen Meldung begann die Übung in dem neuen Tunnel südlich von Oslo S. Der neue Feuerwehr- und Rettungszug von Bane NOR feierte bei der Notfallübung im Kongshavn-Tunnel sein Debüt im aktiven Dienst.

Der Test von Ausrüstung und Notfallbereitschaft am Donnerstag erwies sich als realistische Übung. Zusammenarbeit und technische Lösungen wurden auf die Probe gestellt. "Aufgrund der Korona-Pandemie und der Überlegungen zu Infektionen mussten wir den Umfang der Übung verkleinern. Wir sind trotzdem sehr zufrieden. Wir haben etwas gefunden, was wir besser werden können, und das ist der Sinn des Testens", erklärt Übungsleiter Jan Ingvald Backer von Bane NOR.

Debüt im aktiven Dienst

Die Notfallübung bot nicht nur einen Test von Tunnellüftern und anderer technischer Ausrüstung, sondern markierte auch den Beginn des aktiven Dienstes für die neuen Feuerwehr- und Rettungszüge von Bane NOR. Bei dieser Übung wurde der Zug unter anderem eingesetzt, um die Besatzungen und die Ausrüstung der Rettungsdienste vom Treffpunkt in Oslogate zur Unfallstelle im Tunnel zu transportieren.

Auch sonst bietet die Innovation reichlich Ausrüstung für anspruchsvolle Notfallsituationen, und alle Pumpen, Kupplungen und Hähne sind natürlich kompatibel mit ähnlichen Geräten, über die die Feuerwehren und Rettungsdienste verfügen, so dass im Brandfall 88.000 Liter Wasser dort landen, wo sie hingehören.

Nettes Werkzeug

Jørgen Holstein von der Osloer Feuerwehr und dem Rettungsdienst ist der Meinung, dass der Notfallzug ein wichtiges Werkzeug ist. "Der Notfallzug ist ein wichtiges Werkzeug", sagt Einsatzleiter Jørgen Holstein vom Osloer Feuerwehr- und Rettungsdienst. "Übungen geben uns die Möglichkeit, den Umgang mit der Ausrüstung besser kennenzulernen. Nicht zuletzt bekommen wir Kenntnisse und Erfahrungen mit dem neuen Tunnel, was natürlich von großer Bedeutung sein wird, wenn es zu einem echten Zwischenfall im längsten Eisenbahntunnel Skandinaviens kommen sollte, sagt der erfahrene Einsatzleiter.

Schnelle Reaktionszeit

Auch die Zusammenarbeit zwischen Bane NOR und den Rettungsdiensten bei den Vorbereitungen für die Übung war laut Jan Ingvald Backer von einer guten Kommunikation zwischen den Akteuren geprägt. "Alle Beteiligten haben sich um gute, konstruktive Lösungen bemüht, und in diesem Zusammenhang möchte ich einen besonderen Dank an den Brigadekommandanten Trond Harald Hansen von der Feuerwehr und dem Rettungsdienst richten", sagt Backer, der auch nicht verhehlt, dass er von der Reaktionszeit beeindruckt ist.

Vom Auslösen des Alarms bis zum Eintreffen der ersten Einsatzkräfte verging nicht mehr als eine Viertelstunde.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Bane NOR

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