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Freitag, 15 Dezember 2017 06:45

Frankreich: Vier tote Kinder bei Zusammenstoß zwischen TER und Schulbus bei Millas

Eine Kollision zwischen einem TER und einem Schulbus mit 23 Fahrgästen hat am Donnerstag gegen 16 Uhr an einem Bahnübergang in Millas (Pyrénées-Orientales) auf der Strecke Villefranche de Conflent - Perpignan einem Bericht des Innenministeriums zufolge zum Tod von vier Schülern geführt. 20 Personen wurden verletzt, davon zehn schwer. 22 Personen im TER blieben unverletzt und wurden von der SNCF mit dem Bus nach Perpignan gebracht.

Angesichts der Bedeutung des Unfalls wurden der weiße Notfallplan sowie der Plan für viele Verletzte (NOVI) ausgelöst, so eine auf Twitter veröffentlichte Pressemitteilung der Präfektur. 95 Feuerwehren und 15 Gendarmerieeinheiten waren am Unfallort im Einsatz.

Der Bahnübergang war mit Halbschranken und automatischer Lichtsignalisierung nach den geltenden Sicherheitsnormen ausgestattet. Der Bus war Medienberichten zufolge auf den BÜ gefahren, als sich die Schranken gerade absenkten und wurde von hinten in zwei Hälften geteilt. Der Zug fuhr mit 80 km/h. Die SNCF versicherte unter Berufung auf Zeugen, dass der Bahnübergang "normal funktioniere, aber das muss natürlich durch die Untersuchung bestätigt werden". Erste Zeugen, einschließlich des TER-Triebfahrzeugführers, wurden bereits angehört, und andere werden bald angehört werden, sagte Jean-Jacques Fagny, Staatsanwalt von Perpignan. Es werden Proben genommen, um den Blutalkoholspiegel und die Toxikologie des Busfahrers, der schwer verletzt wurde, und des Triebfahrzeugführers zu überprüfen.

Verkehrsministerin Elisabeth Borne und die Präsidenten der SNCF, Guillaume Pepy und von SNCF Réseau, Patrick Jeantet, begaben sich ebenfalls zur Unfallstelle. Der Minister für Bildung, Jean-Michel Blanquer, wird den Unfallort Freitag früh besuchen.

Die Kinder des Busses waren im Alter von 13 bis 17 Jahren. Die Eltern der von diesem Unfall betroffenen Opfer wurden inzwischen direkt informiert. Ein Empfang der Familien wurde am Millas-College in Anwesenheit der Lehrer und des Schulleiters und von zwei Psychologen  organisiert.

Es wurden drei Untersuchungen eingeleitet, eine durch die Kriminalpolizei, eine durch die Unfalluntersuchungsstelle (BEA-TT) sowie eine interne Untersuchung der SNCF.

WKZ, Quelle Präfektur Pyrénées-Orientales, Le Monde, France Bleue, le Figaro

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Letzte Änderung am Freitag, 15 Dezember 2017 07:48

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