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Freitag, 15 Dezember 2017 09:50

Italien: 6 Mio. Euro zur Anbindung der Brenner-RoLa und zur Erweiterung des Umladepunkts Trento Roncafort

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Fotos Autonome Provinz Trient.

An der am 14. Dezember in Trient abgehaltene Konferenz "Il Corridoio del Brennero per connettere l'Italia. Un'opportunità per il Trentino e per il Paese" (Der Brennerkorridor zur Anbindung Italiens; Möglichkeiten für das Trentino und für das Land)  mit Verkehrsminister Graziano Delrio, Landeshauptmann Ugo Rossi, Universitätsrektor Paolo Collini und RFI-Direktor Maurizio Gentile legt sich die Autonome Provinz Trentino - gleich wie Südtirol - auf eine jährliche Förderung der Rollenden Landstraße von drei Mio.  Euro, von beiden Provinzen also sechs Millionen Euro jährlich auf drei Jahre, fest. 

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Trento Roncafort Fotos GK.

Gleichzeitig wurde in Anwesenheit vom italienischen Verkehrsminister Graziano Delrio zwischen dem Netzbetreiber RFI und dem Umschlagplatz Interbrennero spa eine Absichtserklärung über die Modernisierung der Anlage Trient Roncafort unterzeichnet. Das Protokoll verpflichtet die Unterzeichner, eine gemeinsame Arbeitsgruppe einzusetzen, die die notwendigen Maßnahmen zur Stärkung des RoLa-Systems im Bahnhofsgebiet Trient Roncafort eingehend prüft. Insbesondere sollen zwei zusätzliche, elektrifizierte und 750 m lange Gleise zum Anschluss an die Rollende Landstraße gebaut werden. 

All dies steht im Zusammenhang mit dem für die europäische und italienische Wirtschaft entscheidenden europäischen TEN-T-Skandinavien-Mittelmeer-Korridor, dessen wichtigstes Projekt der Brenner-Basistunnel ist, der nach seiner Inbetriebnahme ein hohes Güterverkehrsaufkommen auf die gesamte Eisenbahnstrecke verlagern wird.

Jährlich überschreiten 160 Mio. t an Gütern die Landgrenze Italiens, davon allein über den Brenner 47 Mio. Tonnen. Diese Tonnage wurde im Jahr 2016 mittels 2,2 Millionen LKW-Transitfahrten über den Brennerpass befördert. Der Brenner-Basistunnel wird 2027 fertiggestellt und kostet 4,4 Mrd. Euro, 5,92 Mrd. Euro werden für Nebenarbeiten benötigt. Er wird den Transit von Güterzügen ermöglichen, die wesentlich leistungsfähiger sind als die heutigen Güterzüge, 750 Meter lang und 1600 t schwer (derzeit bis zu 450 Meter lang und 1200 t schwer). Aber auch aus ökologischer Sicht werden die Vorteile beträchtlich sein, da ein großer Teil der LKW von der A22 zur Eisenbahn verlagert werden sollen.

Die unmittelbare Folge des Brennertunnels wird eine Verkürzung der Fahrzeiten zwischen den Zielen nördlich und südlich des Brenners sein. Die Fahrzeiten zwischen Trient und Rom werden im AV-Verkehr auf unter 3 h verkürzt. Eine schnellere Verbindung wird auch die Wettbewerbsfähigkeit auf der touristischen Seite erhöhen.

GK, WKZ, Quelle Autonome Provinz Trient

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Letzte Änderung am Freitag, 15 Dezember 2017 12:57

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