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Donnerstag, 17 Juni 2021 10:00

Norwegen/Großbritannien/Russland: TMH verhandelt weiter mit Rolls-Royce über den Kauf von Bergen Engines

Transmašholding (TMH) gab am 25.05.2021 bekannt, weiter mit der britischen Rolls-Royce Corporation an der Frage des Kaufs von Bergen Engines, einem norwegischen Hersteller von diesel- und gasbetriebenen mittelschnelllaufenden Motoren, zu verhandeln.

"Wir glauben nicht, dass der Deal schon beendet ist. Wir arbeiten mit dem Verkäufer zusammen. Die Briten haben es selbst mit den Norwegern zu tun. Es ist in erster Linie in ihrem Interesse", sagte TMH-Miteigentümer Andrej Bokarev gegenüber Reportern.

Ende März beschloss die norwegische Regierung, den Verkauf des Unternehmens an Transmašholding zu stoppen. Laut der Justizministerin dieses Landes, Monica Malanne, "könnten die nationalen Sicherheitsinteressen gefährdet sein". TMH sagte damals, dass es über diese Entscheidung enttäuscht sei.

Die internationale Abteilung von Transmašholding, TMH International, vereinbarte im Februar mit Rolls-Royce den Kauf des Werks in Bergen. Das russische Unternehmen hofft, "seine Präsenz auf dem globalen Dieselmarkt auszubauen, insbesondere Gasmotoren für autonome Energiesysteme, die kleine Gemeinden und große Unternehmen mit Strom versorgen".

Bergen Engines betreibt norwegische Stahlbearbeitungs- und Montagewerke, ein Feingusswerk, ein Reparatur- und Engineeringwerk sowie ein globales Servicenetzwerk in 7 Ländern. Der Nettoerlös der Transaktion für den britischen Konzern wurde auf etwa 150 Mio. EUR geschätzt, die Transaktion sollte in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 abgeschlossen werden.

Bokarev hat sich bereits im April zu dieser Situation geäußert. "Wir werden versuchen, das Geschäft abzuschließen, wir werden sicher keine Entschädigung verlangen", sagte er damals zu Interfax. Ihm zufolge erlitt TMH keine finanziellen Verluste.

"Transmašholding ist der größte Hersteller von Schienenfahrzeugen in der Russischen Föderation. Die Unternehmen der Gruppe befinden sich in den Regionen Sankt Peterburg, Brjansk, Penza, Tver', Moskva, Rostov und Saratov sowie in der Schweiz, Ungarn, der Republik Südafrika, Ägypten, Argentinien, Weißrussland und Kasachstan. Der Dienstleistungsblock des Konzerns wird durch eine rechtlich eigenständige Holding "Locomotive Technologies" repräsentiert.

Neben Bokarev sind Miteigentümer von TMH Iskandar Mahmudov, sowie Dmitrij Komissarov, Vorstandsvorsitzender der Gruppe, und Kirill Lipa, CEO der Gesellschaft (diese Geschäftsleute besitzen 79,4% an der konsolidierten Gesellschaft). Die beiden letztgenannten sind kontrollierende Aktionäre. Der französische Konzern Alstom ist mit 20% an TMH beteiligt.

WKZ, Quelle Interfax

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