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Freitag, 18 Juni 2021 09:00

Tschechien: Die Eisenbahnverwaltung präsentiert die zukünftigen Hochgeschwindigkeitsstrecken in den Regionen Mährisch-Schlesien und Vysočina

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Fotos ČD, SNCF.

Das Team der Eisenbahnverwaltung Správa železnic hat den Vertretern der Mährisch-Schlesischen Region (Moravskoslezském kraji) am 16.06.2021 das Projekt zur Vorbereitung neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken (VRT) vorgestellt. Am 15.06.2021 wurden Hochgeschwindigkeitsentwurf den Vertretern der Region Vysočina (Kraj Vysočina) präsentiert.

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Foto Správa železnic.

Dabei handelt es sich um die Hochgeschwindigkeitsstrecke RS 1 Praha – Brno – Ostrava und deren Abzweig in Richtung Österreich und Slowakei RS 2 Brno – Břeclav. Infrastrukturell handelt sich es bei der RS1 um drei Hochgeschwindigkeitsstrecken Prag - Brno, Brno - Ostrava und Brno - Staatsgrenze, die weiter in einzelne Bauabschnitte unterteilt sind (siehe Karte).

Die Präsentation umfasste technische Spezifikationen, mögliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt sowie den Verfahrensstand der Vorbereitungen. Das Team der Hochgeschwindigkeitsstrecken informierte auch über die Methode der Auswahl von Auftragnehmern für die Erstellung der Dokumentation für den Planfeststellungsbeschluss.

Hochgeschwindigkeitsstrecken sind eine Chance für die Weiterentwicklung der beiden Regionen. Die Verkürzung der Fahrzeiten zwischen Ostrava, Brno und der Hauptstadt Praha wird die Mobilität der Einwohner deutlich erhöhen. Die Anbindung der Regionen an das europäische Verkehrsnetz ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Durch die neuen Bahnen werden Kapazitäten auf bestehenden Korridoren für den Personen- und Güterverkehr frei. Die aktuellen Linien sind nicht in der Lage, die wachsenden Transportanforderungen zu erfüllen. Einige Fernverkehrsverbindungen werden daher auf die VRT verlagert, was zur weiteren Entwicklung des Regionalverkehrs beiträgt. Die frei werdende Korridorkapazität ermöglicht es, die Attraktivität des Gütertransports auf der Schiene zu erhöhen.

Die Durchführbarkeitsstudie (Brno -) Přerov - Ostrava wurde vom Projektanten bereits fertiggestellt. Die Eisenbahnverwaltung wird es in den kommenden Monaten der Zentralkommission des Verkehrsministeriums zur Genehmigung vorlegen. Als Teil des Prozesses wird auch eine gegenteilige Stellungnahme erstellt. Die Eisenbahnverwaltung erwartet die Auswahl des Auftragnehmers und den Vertragsabschluss für die Erstellung der Dokumentation für das territoriale Verfahren und der Dokumentation für das UVP-Verfahren im Herbst dieses Jahres.

Die finanziellen Mittel für die Vorbereitung und den Bau der VRT werden über einen längeren Zeitraum verteilt. Der Anschluss der neuen Strecken an das transeuropäische Netz TEN-T wird durch die Nutzung europäischer Fördertitel ermöglicht. Die Bahnverwaltung sucht aber auch nach anderen Möglichkeiten, dieses wichtige Infrastrukturprojekt zu finanzieren.

Die VRTs in der Region sind zweigleisig mit einer Betriebsgeschwindigkeit von 320 km/h ausgelegt. Ihr Aussehen unterscheidet sich nicht wesentlich von den bestehenden Linien. Ihr Mehrwert ist die Geschwindigkeit, die durch die direktere Streckenführung erreicht werden kann. Die neuen Züge werden nicht nur die Regionalstadt Ostrava bedienen, sondern auch andere Teile der Region. Die Möglichkeit des Umsteigens von Schnellzügen zwischen den Eisenbahnnetzen wird in Zukunft auch Verbindungen nach Havířov oder Frýdek-Místek ermöglichen.

WKZ, Quelle Správa železnic

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Letzte Änderung am Freitag, 18 Juni 2021 09:17

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