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Montag, 21 Juni 2021 09:00

Polen: Planungsbeginn für Wiederaufbau der Eulengebirgsbahn

eulenbahnsilber
Foto Jar.ciurus /  CC BY-SA 3.0 pl, Twierdza Srebrna Góra.

Der "Niederschlesische Straßen- und Eisenbahndienst" (Dolnośląska Służba Dróg i Kolei; DSDiK) hat im Mai 2021 die Ausschreibung für die vorbereitenden Arbeiten zur Wiederherstellung der 15 km langen Strecke 318 von Bielawa Zachodnia/Langenbielau Oberstadt nach Srebrna Góra/Silberberg Stadt veröffentlicht. Ziel ist die Reaktivierung der berühmten Strecke der "Eulengebirgsbahn", die den Zugang zu den größten touristischen Attraktionen der Region, darunter die Twierdza Srebrna Góra/Festung Silberberg, ermöglichen würde.

Auf der vor kurzem vom DSDiK von der PKP SA übernommen Strecke 318 liegen zwar seit 1987 keine Gleise mehr, doch da es sich nur um einen Wiederaufbau handelt, müssen viele umweltrelevante Entscheidungen nicht getroffen werden, was die Sache wesentlich vereinfacht und beschleunigt.

Die aktuelle Ausschreibung betrifft die "Erstellung der technischen Dokumentation, die für die Meldung der Reparaturen der Eisenbahnstrecke erforderlich ist, einschließlich einer technischen Beschreibung, die Art, Umfang und Methode der Ausführung der Arbeiten charakterisiert". Angebote können bis zum 23. Juni 2021 abgegeben werden, der Erfüllungszeitraum für den Auftragnehmer beträgt neun Monate.

Im Frühjahr 2022 könnte demnach Baubeginn sein. Der betreffende Abschnitt schließt in Bielawa Zachodnia/Langenbielau Oberstadt an die bereits Ende 2019 reaktivierte Strecke 341 von Dzierżoniów Śl./Reichenbach(Eulengeb) an.

Die Eulengebirgsbahn, polnisch: "Kolej Sowiogórska", war eine Lenz-Kleinbahn und wurde in den Jahren 1900-1903 eröffnet. Der Abschnitt von Srebrna Góra/Silberberg Stadt zur Festung und weiter über den Eulengebirgskamm bis Wolibórz/Volpersdorf war aufgrund der Steigung von 1 : 16,67 mit einer Zahnstange System Abt ausgerüstet und nur bis 1931 in Betrieb. Dieser Abschnitt ist vorerst nicht in der Ausschreibung enthalten, wird aber gemeinsam mit der lokalen Regierung in Erwägung gezogen. "Natürlich ist es ein separates Projekt, das auch die Anschaffung einer solchen Lokomotive erfordert, aber es ist nicht unmöglich", so Patryk Wild, Ratsmitglied des Niederschlesischen Sejmik. Schließlich würde damit eine für Polen einzigartige Touristenattraktion geschaffen, wenn auf diesem Abschnitt Züge mit Zahnradtraktion eingesetzt werden.

Hans-Jürgen Schulz

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