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Montag, 21 Juni 2021 13:37

Österreich: Achenseebahn neu - Startschuss für umfangreiche Streckensanierung

aachensee
Foto DieFotografen.

Bis November 2021 werden die Gleise zwischen dem Bahnhof Seespitz und der Haltestelle Eben erneuert, um den künftigen Betrieb zu ermöglichen – Investitionsvolumen für diese Maßnahme liegt bei zwei Millionen Euro.

Ab Mai 2022 soll die Achenseebahn ihren Betrieb zwischen Jenbach und dem Bahnhof Seespitz wieder aufnehmen. Eines der wichtigsten Projekte für den Neustart ist die Sanierung der Flachstrecke zwischen der Haltestelle Eben und dem Endbahnhof Seespitz.

Der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten erfolgte am 21. Juni mit dem gemeinsamen Spatenstich von LH-Stv Josef Geisler, Abg. z. NR Franz Hörl (Aufsichtsratsvorsitzender Zillertaler Verkehrsbetriebe AG), Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin Martina Entner und den Regionsbürgermeistern Josef Hausberger (Eben am Achensee), Karl Moser (Achenkirch) und Dietmar Wallner (Jenbach). Der Abschluss der Maßnahmen wird für Ende November 2021 anvisiert.

„Mit der nunmehrigen Sanierung der Flachstrecke wird der Fahrplan für den Neustart der Achenseebahn exakt eingehalten. Im Sommer des kommenden Jahres wird die 1889 in Betrieb genommenen Bahn dann wieder zwischen Jenbach und dem Achensee verkehren. Wir alle freuen uns, dass wir dieses Denkmal der Eisenbahngeschichte als wichtigen Anziehungspunkt in der Region erhalten können“, erklärt LHStv Josef Geisler. Im März dieses Jahres haben das Land Tirol, die Zillertalbahn und die Gemeinden Jenbach, Eben und Achenkirch die insolvente Achenseebahn auf Basis eines Infrastruktur- und Betriebskonzepts übernommen.

„Die bestehende Gleisanlage in diesem Bereich ist in sehr schlechtem Zustand, ein sicherer Eisenbahnbetrieb wäre ohne umfangreiche Maßnahmen nicht möglich“, betont Helmut Schreiner, Geschäftsführer der Achenseebahn Infrastruktur- und Betriebs-GmbH und technischer Vorstand der Zillertalbahn. Konkret werden rund 4.000 Beton- und Holzschwellen, 9.000 Tonnen Schotter und 5,8 Kilometer Schienen verbaut. Die Streckenführung wird nicht verändert.

Zehn Millionen Euro bis 2024

Das Investitionsvolumen für die Streckensanierung beträgt zwei Millionen Euro und wird vom Land Tirol als Mehrheitseigentümer der Achenseebahn Infrastruktur- und Betriebs-GmbH aufgebracht. Rund fünf Millionen Euro werden bis zur Wiederinbetriebnahme der Achenseebahn investiert, bis 2024 werden es insgesamt zehn Millionen sein.

Weichen sind gestellt

Bereits im Mai 2021 erteilte das Land Tirol der Achenseebahn Infrastruktur- und Betriebs-GmbH die eisenbahnrechtliche Konzession. Damit ist rechtlich gesichert, dass die Bahn ab Mai 2022 wieder von Jenbach bis zum Seespitz fahren kann. An der neuen Achenseebahn Infrastruktur- und Betriebs-GmbH sind das Land Tirol mit 60 Prozent und die ZVB mit 20 Prozent sowie die Gemeinden Eben am Achensee, Jenbach und Achenkirch gemeinsam ebenfalls mit 20 Prozent beteiligt. Geschäftsführer der Achenseebahn Infrastruktur- und Betriebs-GmbH sind Wolfgang Stöhr und Helmut Schreiner. Sie führen die Achenseebahn und die ZVB in Personalunion.

Durch den gemeinsamen Weg in die Zukunft können Synergien in verschiedenen Bereichen genutzt werden: vom Dampfzugmarketing und den Ticketverkauf bis zur Auslastung der Werkstätten, Erhaltungsarbeiten oder den Materialeinkauf.

Pressemeldung Aachenseebahn

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