english

Samstag, 16 Dezember 2017 21:02

Frankreich: Mehrere Zeugen sprechen von offenen Schranken beim Unfall Millas

Bei den Ermittlungen zum Unfall mit fünf toten Schulkindern bei einem Bahnübergangsunfall in Millas mehren sich die Stimmen, dass die Schranken während des Unfalls nicht geschlossen waren.

Der Staatsanwalt von Marseille, Xavier Tarabeux, sagte am Samstag, dass die Schulbusfahrerin inzwischen von den Ermittlern angehört worden sei und ihnen versichert habe, dass die Schranken beim Überqueren der Gleise "gehoben" gewesen seien. Er teilte AFP jedoch mit, dass "der beschädigte Gelenkblock der Schranke in der geschlossenen Position war". Allerdings müsse die Untersuchung zeigen, ob diese geschlossene Position "das Ergebnis des Unfalls sei oder die Schranke normal funktioniert hat."

Ein junges Mädchen, das sich in einem zweiten Bus befand, der demjenigen folgte, der von dem TER angefahren wurde, sagte gegenüber France 3: "Wir sahen den Zug ankommen, aber die Absperrungen kamen nicht herunter, es gab keine blinkenden Lichter. Danach kollidierten Zug und Bus. Es machte einen großen Lärm. Als wir unsere Klassenkameraden sahen, weinten wir, weil sie alle blutig waren."

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen "unbeabsichtigten Totschlags und Verletzungen" aufgenommen.

WKZ, diverse Quellen

Zurück

Letzte Änderung am Samstag, 16 Dezember 2017 21:32

Nachrichten-Filter