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Dienstag, 06 Juli 2021 07:00

Schweden: Green Cargo testet RoadRailLink für den intermodalen Verkehr

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Foto Stephan Ray / Green Cargo.

Am 22. Juni testete ein Team von Green Cargo zusammen mit Vertretern der Kundenseite einen Ladungsträgertyp, der bisher auf dem schwedischen Markt fehlte. Die Testladung wurde im Terminal für kombinierten Verkehr in Folkesta durchgeführt. Die Ergebnisse der Testverladung zeigen, dass es gute Möglichkeiten gibt, mit diesem Konzept größere Mengen von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

Um sowohl die ehrgeizigen Emissionsziele Schwedens als auch der EU zu erreichen, muss der Anteil des Straßenverkehrs reduziert werden, auch wenn die Fahrzeugflotte langfristig zunehmend fossilfrei wird. Gleichzeitig wird der mit fossilen Brennstoffen betriebene Straßenverkehr teurer werden, wenn die politischen Instrumente der EU in den 2020er Jahren in Kraft treten. Während der Verkehrssektor insgesamt 25 % der gesamten Treibhausgasemissionen der EU ausmacht, sind es beim Schienenverkehr 0,4 %. Die Anreize, den Transport von der Straße auf die Schiene zu verlagern, werden immer stärker.

Aber Frachtunternehmen wie Green Cargo müssen so gut wie möglich aufgestellt sein, um neben den anderen Vorteilen der Schiene auch kostengünstige und wettbewerbsfähige Lösungen anbieten zu können. Eine schwierige Herausforderung für intermodale Lösungen in Schweden ist, dass 80-90 % der vorhandenen Lkw-Anhänger bisher nicht auf Eisenbahnwaggons verladen werden können. Die neue Technik funktioniert wie ein Korb, auf dem der Anhänger gefahren und dann auf den Eisenbahnwaggon gehoben wird. Der Korb bleibt während des Transports auf dem Wagen, damit der Wagen bei der Ankunft angehoben werden kann. Die technische Innovation heißt r2L, roadrailLink. Auf dem Kontinent gibt es Kunden, die diese Art von Ladungsträger bereits nutzen, aber in Schweden ist sie neu.

"Wir bei Green Cargo prüfen natürlich die Möglichkeit, das Konzept innerhalb des von uns angebotenen Wagenladungsnetzwerks zu nutzen, um Flexibilität und den Transport unterschiedlicher Mengen zu ermöglichen. Es gibt ein großes Potenzial, sich hier unter anderem mit den Spediteuren zusammenzutun", sagt Fredrik Dahlberg, Business Developer bei Green Cargo.

Der Lkw-Transport wird für kürzere Entfernungen immer in großem Umfang benötigt werden, aber es kann viel gewonnen werden, wenn die Intermodalität der vorhandenen Anhänger in größerem Umfang genutzt wird. Durch den Transport von Anhängern auf der Schiene über große Entfernungen werden sowohl die Emissionen als auch die Staus auf den Straßen deutlich reduziert, während die Verkehrssicherheit für private Autofahrer und andere verbessert wird. Es ist auch eine Win-Win-Situation für Verlader, die Zeit und Geld sparen und den Bedarf an Sattelzugmaschinen reduzieren.

"Wir arbeiten nun weiter daran, geeignete Standorte und Beziehungen zu identifizieren, bei denen das Konzept dieser Art von Ladungsträger Vorteile für unsere Kunden und Partner schaffen kann. Die Ermöglichung verantwortungsvoller und umweltfreundlicher Logistiklösungen mit der bestehenden Trailerflotte ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine fossilfreie Zukunft", sagt Fredrik Dahlberg.

Fakten zum Ladungsträger r2L Version 2.1

Er ist für die Aufnahme von Sattelanhängern, Kurzanhängern, Tank-, Silo- und Frigoanhängern ausgelegt. Das Heben kann sowohl mit einem Reach-Stacker als auch mit einem Terminal-Kran durchgeführt werden, je nachdem, was vor Ort verfügbar ist.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Green Cargo

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