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Montag, 18 Dezember 2017 15:55

Ungarn: Kapsch CarrierCom installiert GSM-R-Netz

Die Tests zur Netzstabilität für eine Teilstrecke des GSM-R Netzwerkes, das für die ungarischen Staatsbahnen und GYSEV installiert wurde, sind abgeschlossen. Die Implementierung modernster GSM-R-Technologie erhöht die Betriebsfähigkeit eines der wichtigsten europäischen Bahnkorridore in Ungarn. Dr. László Felkai, Staatsekretär im ungarischen Innenministerium, Herr András Vidra, ICT und Technologie Direktor bei MÁV und Dr. Kari Kapsch, CEO von Kapsch CarrierCom, präsentierten auf einer Pressekonferenz im Network Operations Center (NOC) der ungarischen Staatsbahnen in Budapest am 18. Dezember die Details der Phase 5 des GSM-R-Projekts.

Kapsch CarrierCom und der ungarische Infrastrukturexperte MVM OVIT Zrt. (Országos Villamostávvezeték) haben das ungarische Eisenbahnnetz mit der GSM-R-Technologie (Global System for Mobile Communications-Railway) ausgestattet. Das System besteht aus einem georedundanten, modernen Release-4-Core-Netzwerk und einem Zugangsnetzwerk mit einem Subsystem mit bahnspezifischen Basisstationen der neuesten Generation. Von den insgesamt 900 Streckenkilometern wurden heute 300 Kilometer an die ungarischen Staatsbahnen und der Gyor-Sopron-Ebenfurti Vasút Zrt. (GYSEV Zrt.) übergeben. Das von der ungarischen Staatsholding NISZ Zrt. (Nemzeti Infokommunikációs Szolgáltató) beauftragte Projekt im Gesamtwert von rund 46 Millionen EUR startete im Jahr 2013.

"Die erfolgreiche Implementierung der GSM-R-Technologie und die heutige Übergabe von ungefähr 300km des Netzes bedeuten nicht nur den Abschluss der Phase 5. Wir haben damit auch einen sehr wichtigen Meilenstein dieses komplexen Projekts gemeistert", erklärt Kari Kapsch. Das Netzwerk ist auch für die Unterstützung des Betriebs mit ETCS Level 2 zertifiziert.

Ungarn: ein wichtiger Bahnkorridor für Europa

Die Implementierung der GSM-R-Technologie in Ungarn ist von großer Bedeutung, da drei der wichtigsten paneuropäischen Bahnkorridore durch das Land verlaufen. Die Interoperabilität der Sicherheitssysteme ist daher von höchster Priorität für einen reibungslosen Betrieb des internationalen Bahnverkehrs.

László Felkai: "Wir freuen uns über den Abschluss dieses wichtigen Projektabschnitts. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung des ungarischen Eisenbahnnetzes sowie des transeuropäischen Bahnverkehrs."
Umsetzung der neuesten EU-Standards

Das Projekt wurde gemäß den von der Europäischen Kommission als Teil des Europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystems (European Rail Traffic Management System, ERTMS) definierten Standards abgeschlossen. Ein Hauptziel des ERTMS ist der Übergang von nationalen Einzellösungen zu einem europaweit einheitlichen Zugfunksystem, um Kosten zu senken und die Sicherheit zu erhöhen. Das System besteht aus zwei wesentlichen Elementen: einem einheitlichen Signalisierungssystem (European Train Control System Level 2, ETCS L2) und der Funktechnologie GSM-R.

Ebenfalls bereits umgesetzt wurde die 2016 veröffentlichte Ergänzung zum ERTMS, die neue technische Spezifikationen für die Interoperabilität (Technical Specifications for Interoperability, TSI) für das Teilsystem "Zugsteuerung, Zugsicherung und Signalgebung" (Control-Command and Signalling, CCS) vorsieht.

"Kapsch hat auf Änderungen in den EU-Richtlinien durch mehrere tief greifende Anpassungen reagiert, obwohl das Projekt bereits in vollem Gang war. So konnten wir die jeweils aktuellsten Lösungen liefern. Damit ist Ungarn einer der ersten Märkte, in dem die 2016 veröffentlichte Version des ERTMS umgesetzt wurde", sagt Dr. Kari Kapsch.

Pressemeldung Kapsch CarrierCom

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