english

Montag, 19 Juli 2021 10:11

Russland: Frontalzusammenstoß zweier Güterzüge in der Region Amur

Am 17. Juli 2021 kam es in der Region Amur zu einem Frontalzusammenstoß zweier Güterzüge am Kilometerpunkt 51 auf den Gleisen der privaten Eisenbahnstrecke Verhnij Ulak - Elʹga, bei dem 9 Wagen entgleist waren.

Die 321 km lange größte private Eisenbahn in Russland wird vom Betreiber «Elʹga-Doroga» des Kohlebergbauunternehmens Elʹgaugolʹ betrieben, das hier selbstständig Züge ohne Beteiligung der Russischen Eisenbahn RŽD fährt.

Bei dem Unfall starben drei Menschen, drei weitere wurden verletzt. Wie das Gesundheitsministerium der Region Amur (Amurskij centr GZ i PB) informierte, befinden sich die Verletzten im Krankenhaus, ihr Zustand wird als mittelschwer eingeschätzt. Es wurden Verbrennungen und Schädel-Hirn-Verletzungen diagnostiziert.

Die Opfer wurden mit einem Mi-8-Hubschrauber in das Krankenhaus der Stadt Zeja gebracht. "Aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen - es liegt immer noch starker Dunst über der Region - musste die Hubschrauberbesatzung nach Instrumenten fliegen und in der Siedlung Gorny landen", heißt es in dem Bericht.

Die Abteilung für Verkehrsermittlungen der Direktion für Ermittlungen im Fernen Osten des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation in Tindinsk eröffnete eine Strafsache bezüglich des Zusammenstoßes von Güterzügen wegen einer Straftat nach Teil 3 Artikel 263 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation.

Eine mögliche Ursache für den Zusammenstoß zweier Güterzüge in der Amur-Region könnte ein Herzinfarkt des Lokführers gewesen sein. Dies berichtete der Pressedienst der Firma Elʹgaugol. Die Folgen des Unfalls, bei dem neun Wagen entgleisten, werden derzeit beseitigt.

WKZ, Quelle RIA, Elʹgaugolʹ, Lenta

Zurück

Nachrichten-Filter