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Freitag, 28 Juli 2017 13:48

SNCF: Mehr Fahrgäste, Gewinne und Schulden im ersten Halbjahr 2017

Nach roten Zahlen in der ersten Hälfte 2016 konnte die französische Staatsbahn in ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Nettogewinn von 119 Mio. Euro einfahren. Die operative Rendite stieg von 1,6 auf 1,9 Mrd. Euro. Der TGV-Verkehr konnte wieder den Kurs auf Wachstum nehmen.

Der Umsatz stieg auf 16,6 Mrd. Euro (+3,7 %) an, wobei aber bedacht werden muss, dass die Ergebnisse des Vorjahres insbesondere für SNCF Mobilités durch Terrorattentate, Überschwemmungen und Streiks im Juni herabgesetzt wurden. SNCF Mobilités konnte daher den Nettogewinn in diesem Jahr auf 338 Mio. Mio. Euro gegenüber einem Nettoverlust von 25 Mio. Euro im Vorjahr wieder steigern. Der Umsatz stieg auf 15,7 Mrd. Euro (+4,1%).

Die Wirtschaftlichkeit des TGV, die seit mehreren Jahren langsam, aber stetig abnahm, verbessert sich mit dem beobachteten Verkehrswachstum insbesondere im Sonderangebotsbereich. Der TGV-Verkehr in Frankreich stieg um +8,4%, beim Billigprodukt Ouigo sogar um 20 %, der Umsatzgewinn um +5,9%. Die Anzahl der Reisenden im TGV nahm um +4,7% zu, bei Keolis um +2,3%.

Der Infrastrukturbetreiber SNCF Réseau bleibt mit einem Nettoverlust von 97 Mio. Euro nach wie vor in den roten Zahlen, jedoch konnte das Ergebnis im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 verbessert werden, in dem der Verlust noch 167 Mio. Euro betrug. Der Schuldenberg von SNCF Réseau stieg weiter und erreichte 46 Mrd. Euro.

SNCF kündigte 400 Mio. Euro Produktivitätssteigerungen in den sechs Monaten an, das ist mehr als die Hälfte des Jahresziels von 670 Mio. Euro.

WKZ, Quelle SNCF

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