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Mittwoch, 20 Dezember 2017 07:20

Belgien: 5,4 Mrd. Euro für Projekte von Infrabel

Am Montag genehmigte der Verwaltungsrat von Infrabel den Mehrjährigen Strategischen Investitionsplan (Plan stratégique pluriannuel d'investissement, PSPI) für den Zeitraum 2018-2031. Er stellt 1,149 Mrd. Euro für Investitionen von großer Bedeutung für die Schienenmobilität bereit (RER, flämische, wallonische und Brüsseler Bedürfnisse) und steht damit im Einklang mit der vom Verkehrsminister François Bellot im März 2017 vorgeschlagenen "tugendhafte Milliarde" (milliard vertueux) für eine Reihe von Großprojekten und strategischen Arbeiten.

Die Verteilung der Gelder dieser "tugendhaften Milliarde" wurde letzte Woche (14.12.17) vom Ministerrat über den Entwurf für ein Kooperationsabkommen festgelegt, das den Begriff Mobilität in den Mittelpunkt stellt und dafür sorgen soll, das einerseits die von der Regierung geforderten Prioritäten - hier insbesondere der RER-Ausbau - eingehalten werden und andererseit alle Partner - insbesondere die Regionen - die Finanzierung sichern.

Der Entwurf des Kooperationsabkommens beschreibt auch die neuen Regeln für den 60/40-Umsetzungsschlüssel innerhalb der Finanzrahmen von 298,9 Mio. EUR für Investitionen im wallonischen Gebiet und 448,4 Mio. EUR für Investitionen im flämischen Gebiet. Das Kooperationsabkommen wird am 20.12.17 auf die Tagesordnung des Beratenden Ausschusses gesetzt und anschließend dem Staatsrat zur Stellungnahme übermittelt.

Die fragliche Milliarde ist damit wie ein Kuchen, der zwischen der SNCB und Infrabel für gemeinsame Projekte aufgeteilt wird. Die beiden Unternehmen werden über ihre jeweiligen Investitionspläne insgesamt 1,362 Mrd. Euro in die belgische Eisenbahn investieren.

Der PSPI von Infrabel ergänzt den Mehrjahresinvestitionsplan 2017-2020 (Plan pluriannuel d'investissement, PPI), der ein Budget von 4,3 Milliarden Euro umfasst. Insgesamt wird das Unternehmen bis 2031 damit 5,4 Mrd. Euro für die Belgische Eisenbahn ausgeben.

Einen wesentlichen Teil des PPI machen Investitionen in die Netzwerksicherheit aus (1,3 Mrd. Euro). Dazu gehören die vollständige ETCS-Ausrüstung bis Ende 2022 und das Modernisierungs- und Konzentrationsprogramm der Stellwerke. Weitere Investitionen für 2,5 Mrd. Euro dienen der Sicherheit und Pünktlichkeit der Züge (Konzentration der Infrastruktur-Logistikzentren, Einkauf von Arbeits- und Messzügen). Eine halbe Milliarde ist für den Ausbau der Netzkapazitäten vorgesehen.

WKZ, Quelle L'Echo, Regierung

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