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Freitag, 23 Juli 2021 09:00

Dänemark: Strategische Umweltprüfung für Lynetteholm und seine U-Bahn läuft jetzt an

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Foto Lynetteholm.

Die Arbeit an einer strategischen Umweltverträglichkeitsprüfung für die mögliche Weiterentwicklung von Lynetteholm beginnt jetzt. Es wird eine Gesamtbeurteilung geben, wie sich Stadtentwicklung, Radwege, die U-Bahn und die Östliche Ringstraße auf die Umwelt auswirken.

Am 4. Juni 2021 verabschiedete eine breite Mehrheit im dänischen Parlament das Baugesetz, das die Gründung von Lynetteholm ermöglicht. Der nächste Schritt ist die strategische Umweltprüfung, ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu Kopenhagens neuem Stadtteil, der mit seiner Lage zwischen Refshaleøen und Nordhavn und einer kilometerlangen grünen Küstenlandschaft dazu beitragen wird, die Stadt vor Sturmfluten zu schützen. Die UVP-Studien für die östliche Ringstraße und die U-Bahn-Verbindung nach Lynetteholm und in den Rest der Stadt werden dann in der ersten Hälfte des Jahres 2022 in Angriff genommen.

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Grafik Ministerium für Verkehr und Wohnungsbau.

"Es wird noch viele Jahre dauern, bis Kopenhagen eine neue Halbinsel im Hafen hat, aber jetzt, wo das Folketing den tatsächlichen Bau der Insel beschlossen hat, können wir mit den Diskussionen und Analysen darüber beginnen, wofür Lynetteholm genutzt werden kann - zusätzlich dazu, Teil des Sturmflutschutzes zu sein. Die Analysen werden es uns ermöglichen, die besten Lösungen für die Hauptstadt des Landes zu wählen, damit Lynetteholm ein integraler Bestandteil Kopenhagens werden kann. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu prüfen, wie die Infrastruktur durch die neue Halbinsel verbessert und zukunftssicher gemacht werden kann, und in diesem Zusammenhang ist es natürlich wichtig, die Umweltauswirkungen der vorgeschlagenen Infrastruktur- und Stadtentwicklungsprojekte zu prüfen. Deshalb haben wir uns bei der Beratung des Baugesetzes im Parlament darauf verständigt, dass eine strategische Umweltprüfung durchgeführt werden soll", sagt Verkehrsminister Benny Engelbrecht.

Lynetteholm kann Wohnraum für 35.000 Kopenhagener und ebenso viele Arbeitsplätze bieten. Gute Fahrradverbindungen und eine U-Bahn können eingerichtet werden, um den neuen Stadtteil zu erreichen - und gleichzeitig den Platzmangel zu lindern, der in der U-Bahn über den Hafen ab 2035 entstehen wird. Darüber hinaus ist der Østlig Ringvej als versenkter Tunnel entlang der Ostküste von Amager geplant, um Autos vom Kopenhagener Stadtzentrum wegzuleiten und die zunehmenden Staus in anderen Teilen der Stadt zu entlasten.

Bürgermeister Lars Weiss freut sich, dass nun der nächste Schritt bei den Arbeiten auf Lynetteholm gemacht werden kann: "Die Entwicklung von Lynetteholm ist eine Voraussetzung dafür, dass Kopenhagen die großartige Stadt bleibt, die wir kennen - denn Lynetteholm gibt uns mehr Land für Wohnungen und für Grünflächen, so dass es Platz für uns alle gibt, während die Stadt wächst. Ich freue mich, dass die Schlichtungsgruppe in Christiansborg zugestimmt hat, die gesamte östliche Ringstraße als versenkten Tunnel entlang der Ostküste von Amager und eine neue U-Bahn-Linie zu untersuchen, um den Stau an anderer Stelle im U-Bahn-Netz zu entlasten. Gleichzeitig ist es gut, dass wir eine Umweltverträglichkeitsprüfung bekommen, die uns ein klares Bild davon gibt, wie sich die gesamte Stadtentwicklung in Lynetteholm auf die Umwelt auswirken wird."

Die Arbeiten an der strategischen Umweltprüfung zur Klärung der gesamten Umweltauswirkungen der zukünftigen Stadtentwicklung und Infrastruktur beginnen jetzt. Im Anschluss daran werden in der ersten Hälfte des Jahres 2022 die UVP-Studien für die östliche Ringstraße und die U-Bahn-Verbindung nach Lynetteholm in Angriff genommen. Die U-Bahn-Linie wird in mehreren Phasen untersucht, so dass die Verbindung nach Lynetteholm die erste Etappe einer längeren Linie sein kann, die Platzprobleme im öffentlichen Verkehr an anderen Stellen der Stadt lösen kann. In ähnlicher Weise wird der Østlig Ringvej als versenkter Tunnel entlang der Ostküste von Amager untersucht, der die Helsingør-Autobahn im Norden mit der Øresund-Autobahn im Süden verbindet.

Darüber hinaus wird eine Machbarkeitsstudie zur Fahrradinfrastruktur durchgeführt. Die Fahrradinfrastruktur von und nach Lynetteholm kann dazu beitragen, den Stadtteil besser mit dem bestehenden Kopenhagen zu verbinden. Die Studie wird unter anderem mögliche Ausrichtungen für Superradwege, grüne Fahrradrouten durch Lynetteholm und neue Fahrradverbindungen zu anderen Teilen der Stadt aufzeigen.

Vorläufiger Zeitplan für die weitere Arbeit an Lynetteholm:

• Herbst 2021: Start der Bürgerbeteiligung und der strategischen Umweltprüfung
• Erste Hälfte 2022-2024: Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) der U-Bahn bzw. der Östlichen Ringstraße und Analyse der Fahrradinfrastruktur.
• 2022: Gesellschaftsrecht für Lynetteholm I/S
• 2024: Entscheidung über den Bau von Metro- und Straßeninfrastruktur und Einreichung von Baurechnungen
• 2025-2045: Planung, Ausschreibung und Bau der Infrastruktur
• 2025: Masterplan für die Stadtentwicklung.

Dengt Dahlberg, WKZ, Quelle Transportministeriet

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Letzte Änderung am Donnerstag, 22 Juli 2021 19:11

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