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Mittwoch, 28 Juli 2021 13:00

Frankreich: Mit zwei Lokomotiven nach Eymoutiers und Bugeat

X 140 C 38, 141 TD 740 Bugeat 14072021 AX 141 TD 740, 140 C 38 Eymoutiers 21072021 E

Nach den erfolgreichen Testfahrten am 30. Mai 2021 mit den beiden Dampfloks 141 TD 740 und 140 C 38 der CFTLP (Conservatoire Ferroviaire Territoires), über die hier am 7. Juni berichtet wurde, gab es im Juni und Juli noch einige Fahrten mit beiden Loks von Limoges nach Eymoutiers und sogar zwei Fahrten nach Bugeat, 24 km südöstlich von Eymoutiers. Einer dieser Tage war der 14. Juli, der Nationalfeiertag Frankreichs in Erinnerung an die Erstürmung der Bastille, die die französische Revolution einleitete.

X 141 TD 740, 140 C 38 Eymoutiers 21072021 GX 140 C 38, 141 TD 740 Bugeat 14072021 B
X 140 C 38, 141 TD 740 Bugeat 14072021 DX 141 TD 740, 140 C 38 Eymoutiers 21072021 A
X 141 TD 740, 140 C 38 Eymoutiers 21072021 BX 141 TD 740, 140 C 38 Eymoutiers 21072021 C

Grund genug an diesem Tag nochmals dorthin zu fahren, ebenso wie am 21. Juli wegen des schönen Wetters.Alle weiteren Fahrten im August sind Dampf/Diesel.

Die Bahnstrecke von Limoges nach Eymoutiers wurde am 1. Januar 1881 eröffnet und die Weiterführung nach Meymac am 8. Oktober 1883. Zunächst wurde diese Strecke von den Chemins de Fer de l'État ("Staatseisenbahnen") betrieben, aber 1883 wurde sie von der Compagnie du Chemin de Fer de Paris à Orléans (P.O.) übernommen.

Der Ausgangspunkt ist der monumentale Bahnhof Limoges-Bénédictins. Der erste Personenbahnhof wurde 1856 auf dem Gelände einer ehemaligen Benediktinerabtei errichtet, der er seinen Namen verdankt. Dieser Bahnhof wurde jedoch als nicht repräsentativ genug für eine Stadt wie Limoges angesehen. Die P.O. beschloss daher 1908, ihn komplett neu zu bauen. Von den sechs eingereichten Vorschlägen wurde am 14. März 1922 das endgültige Projekt genehmigt. Der Bau wurde gemeinsam von der Gemeinde Limoges und der P.O. finanziert. Die Arbeiten begannen 1924, und das Gebäude wurde am 2. Juli 1929 offiziell eröffnet. Charakteristisch ist der 57 m hohe Uhrenturm, der sich neben der großen Kuppel erhebt. Der Stil dieses Gebäudes ist sowohl dem späten Jugendstil als auch dem Art Deco und dem Neoklassizismus zuzuordnen. Das Gebäude steht seit dem 15. Januar 1975 auf der Liste der historischen Denkmäler.

Im Jahr 1875 wurde eine Eisenbahnlinie entlang der Vienne einer anderen Variante über die Hochebene via Bujaleuf vorgezogen. Die Arbeit war dennoch nicht weniger umfangreich. Die kurvenreiche Strecke durch das steile Tal nach Eymoutiers erforderte insbesondere ab Châteauneuf-Bujaleuf den Bau von nicht weniger als 9 Tunneln und 12 - oft langen - Viadukten. Von Limoges auf 294 m Höhe steigt die Strecke kontinuierlich an bis nach Eymoutiers auf 406 m. Es ist eine echte Bergstrecke.

Auch nach dem Verlassen von Eymoutiers geht der oft steile Anstieg weiter, bis etwa 10 km hinter Bugeat der höchste Punkt von 834 m erreicht ist. Dieser Teil der Route führt bis Ussel durch den regionalen Naturpark “Millevaches en Limousin”. Die Strecke folgt zunächst der Vienne und verläuft dann entlang des Tals des Ruisseau de la Ribière und des Ruisseau de La Celle. Bugeat selbst liegt auf einer Höhe von 682 Metern. Zwischen Eymoutiers und Ussel durchfährt der Zug 4 Tunnel und 8 Viadukte. Später wurde der 86 Meter lange Scheiteltunnel de la Saulière freigelegt.

Die Verbindung zwischen Eymoutiers und Ussel ist von der Stilllegung bedroht, weil das für die Gleissicherung verwendete Computersystem überaltert ist und bis Dezember 2023 ersetzt werden muss.

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