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Freitag, 30 Juli 2021 08:00

Norwegen: Heile Welt des Gütertransports entlang der Nordlandsbanen

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Fotos Jernbanedirektoratet/Njål Svingheim.

Es sind neue Zeiten für den Güterverkehr auf der Nordlandsbanen. Innerhalb weniger Jahre hat sich eine negative Entwicklung in Wachstum, mehr Züge und volle Züge verwandelt. Ein großer Teil des Grundes liegt in einer Kultur der harten Arbeit, der Entschlossenheit und nicht zuletzt in einer robusteren Strecke.

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Am Güterterminal in Fauske als größtem Knotenpunkt an der Nordlandsbanen für den Güterverkehr weiter nördlich nimmt die Aktivität zu. Es wird beladen, entladen, gestapelt - was das Zeug hält. "Ja, jetzt macht es richtig Spaß, mit Gütern auf dem Gleis zu arbeiten. Bekanntlich haben wir vor etwas mehr als einem Jahr von zwei auf drei Zugpaare in jeder Richtung aufgestockt. Jetzt ist das Zugpaar in der Regel voll und wir arbeiten daran, ein weiteres neues Zugpaar zu bekommen", lächelt Terminalbetreiber Håvard Johansen von CargoNet.

Das Güterterminal in Fauske wurde erst 2017 modernisiert und aufgerüstet. Jetzt ist die Kapazitätsgrenze erreicht, und es sind größere Erweiterungen nötig. Diesmal geschieht dies im Rahmen des Umbaus des gesamten Bahnhofsbereichs. Im nächsten Jahr werden die Nordlandsbanen mit dem neuen Signalsystem ERTMS ausgestattet. Gleichzeitig erhält Fauske zwei längere Kreuzungsgleise, ein drittes durchgehendes Gleis und einen längeren Zwischenbahnsteig. Das Ergebnis ist eine Verdoppelung der Kapazität des Güterterminals.

"Wir bemerken bei unseren Kunden eine viel positivere Einstellung zu Gütern auf der Schiene. Ich glaube, wir haben jetzt eine größere Verantwortung für das, was wir tun", sagt Håvard Johansen. Er sagt, dies gelte für die gesamte Transportkette, von den Fahrern, die zum und vom Terminal fahren, über diejenigen, die mit dem Be- und Entladen beschäftigt sind, bis hin zu den Lokführern und denjenigen, die Kontakt mit den Kunden haben. "Alle sahen die Zeit gekommen, um das System so gut wie möglich funktionieren zu lassen. Der Gesinnungswandel betrifft auch die Unternehmen und Produktverantwortlichen in vollem Umfang. Immer mehr Menschen wollen aus Gründen des Umweltschutzes die Bahn nutzen. Grüne Schifffahrt ist wichtig", sagt der Terminalbetreiber.

Es gibt tatsächlich eine steigende Nachfrage, Waren über kürzere Entfernungen zu versenden. Das gilt besonders für die Bergkette Saltfjellet zwischen Fauske und Mo. Die E6 war in den letzten Wintern wegen schlechten Wetters häufig gesperrt, während die Bahnstrecke viel stabiler war. Deshalb nutzen wir jetzt die verfügbare Kapazität nördlich von Mo stärker aus, so dass mit demselben Zug mehrere Orte auf der Strecke be- und entladen werden können.

"Von 2020 bis 2022 werden wir mehr als 1,5 Mrd. NOK (140 Mio. EUR) für die Verbesserung des nördlichen Teils der Nordlandsbahn ausgeben", sagt Bereichsleiter Thor Brækkan von Bane NOR. Für den Güterverkehr wird es nun längere Kreuzungsgleise in Mo i Rana, Dunderland und Bodø sowie neue und längere Gleise in Fauske geben. Das größte Versprechen ist die ERTMS-Entwicklung, die auch bedeutet, dass das lange gebaute Kreuzungsgleis auf Røkland 2022 endlich in Betrieb genommen werden kann, sagt Brækkan.

Eine Reihe weiterer Maßnahmen wird auf der Strecke durchgeführt, um den Standard der Gleise in diesem Zeitraum zu erhöhen: 39.000 Schwellen werden vierteljährlich ausgetauscht, das Programm zum besseren Schutz vor Erdrutschen wird fortgesetzt, zusätzlich zu den Maßnahmen, die an mehreren Güterterminals durchgeführt werden.

Am Terminal in Fauske kommen ständig Lastwagen aus dem Norden an. Johnny Olafsen betreibt ein Transportunternehmen in Fauske und hat ein großes CargoNet-Schild an seinen Autos: "Ich finde es toll, für die Bahn zu fahren", lächelt Olafsen aus dem Führerhaus. Mein Großvater kam von der Anlage der Sørlandsbanen, zog dann hierher und war auf der Anlage der Nordlandsbanen. Jetzt fahren wir viel frischen Fisch von Steigen nach Fauske, um ihn auf Züge zu verladen", sagt Olafsen. Dieser Anhänger kam mit dem so genannten ASKO-Zug hierher, und nach der Lieferung an die Geschäfte geht die Fahrt nach Steigen, um frischen Fisch abzuholen, der nach Süden geschickt wird.

Auf diese Weise sind die Kühltransporte in beide Richtungen voll, und das System funktioniert sehr gut. Håvard Johansen von CargoNet erklärt, dass sie jetzt die Verantwortung für den gesamten Transport übernehmen, d.h. vom Schlachthof bis zum Empfänger in Südnorwegen. "Der Lkw ist absolut notwendig, um die gesamte Transportkette anbieten zu können, und als Drehscheibe wird Fauske für das Umladen zwischen Auto und Bahn immer wichtiger. Insgesamt wurden allein im letzten Jahr mindestens 30.000 Lkw umgeladen."

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Jernbanedirektoratet

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Letzte Änderung am Freitag, 30 Juli 2021 09:21

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