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Montag, 02 August 2021 09:00

Sachsen/Tschechien: Ein Konsortium unter Leitung von ILF plant den Erzgebirgstunnel

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Fotos Deutsche Bahn.

Die Eisenbahnverwaltung Správa železnic und DB Netz haben einen Vertrag mit dem Auftragnehmer für die Projektvorbereitung des grenzüberschreitenden Abschnitts der Hochgeschwindigkeitsstrecke (VRT) von Prag nach Dresden im Wert von 6,9 Mio. EUR (177 Mio. CZK) geschlossen. So werden die Planer in Kürze mit der Arbeit an den Unterlagen für den künftigen Erzgebirgstunnel (Krušnohorský tunel) beginnen.

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Grafik Správa železnic.

Der wichtige öffentliche Auftrag, der den knapp 30 Kilometer langen Erzgebirgstunnel der Realisierung näher bringt, wurde von Správa železnic und DB Netz als so genannter gemeinsamer Auftraggeber ausgeschrieben. Damit wird die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit fortgesetzt, die zur Fertigstellung dieses wichtigen grenzüberschreitenden Abschnitts der Hochgeschwindigkeitsbahn führen wird.

An der Ausschreibung nahmen führende europäische Unternehmen teil, die sich mit der Planung von Verkehrsbauwerken befassen. Ein Firmenkonsortium unter der Leitung der österreichischen ILF Consulting Engineers Austria GmbH (ILF) in Verbindung mit BUNG Ingenieure AG (Deutschland), iC consulenten Ziviltechniker GesmbH (Österreich) und Valbek & Prodex spol. s r.o.(Tschechische Republik + Slowakei) hat die Ausschreibung gewonnen und wird die Unterlagen für die Baugenehmigung des Erzgebirgstunnels, der Heidenau und Ústí nad Labem über eine neue Trasse verbinden soll, erstellen. An dem grenzüberschreitenden Tunnelprojekt werden nicht nur ausländische Experten mit Erfahrungen aus ähnlichen europäischen Bauvorhaben, sondern auch Experten aus der Tschechischen Republik mitarbeiten. Die Designer werden in den nächsten Tagen mit der Arbeit an der Dokumentation beginnen. Sie soll 2024 fertig sein.

Der Erzgebirgstunnel ist Teil der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke Dresden - Prag. Die Durchführbarkeitsstudie sieht die Nutzung für den Personen- und Güterverkehr vor, was die Verlagerung von bis zu 150 Güterzügen aus dem Elbtal ermöglichen wird. Dies wird dazu beitragen, die Lärmbelastung in der Nähe der bestehenden Strecken zu verringern. Der Tunnel wird auch die Fahrzeit von Ústí nad Labem nach Dresden radikal verkürzen. Die Expresszüge befördern die Fahrgäste auf dieser Strecke in weniger als einer halben Stunde.

Die im Bau befindlichen Eisenbahnstrecken werden Teil des transeuropäischen Netzes TEN-T sein und die Tschechische Republik an das bereits seit mehreren Jahrzehnten bestehende System der Hochgeschwindigkeitsbahnen in Westeuropa anschließen. Durch die neuen Strecken werden auch Kapazitäten auf bestehenden Strecken frei, so dass der Regionalverkehr weiter ausgebaut werden kann.

WKZ, Quelle Správa železnic

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Letzte Änderung am Montag, 02 August 2021 09:54

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