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Dienstag, 03 August 2021 17:34

Italien: Waldbrände behindern Bahnverkehr

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Fotos Corpo Nazionale dei Vigili del Fuoco.

Am ersten Sonntag im August, war für viele Reisende an der Adriaküste ein schwieriger Tag für den Bahnverkehr. Ausgedehnte Brände in mehreren Orten der Region Abruzzen brachten den Bahn- und Straßenverkehr zum Erliegen und verursachten erhebliche Unannehmlichkeiten für alle, die sich auf den Weg zu ihren Urlaubsorten oder nach Hause gemacht hatten.

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Rete Ferroviaria Italiana Rfi und Trenitalia, die Betreibergesellschaften der italienischen Eisenbahngruppe, waren von den ersten Minuten des Notfalls bis spät in die Nacht damit beschäftigt, die unvermeidlichen Unannehmlichkeiten zu mildern und die besten Lösungen für die Reisenden zu finden, während sie darauf warteten, dass die Feuerwehr die Brände löschte, damit die Züge wieder sicher fahren konnten.

Allein am 01.08.2021 wurden rund 11 000 Fahrgäste über den Brand informiert, entweder per SMS, E-Mail oder direkt durch das Hilfspersonal in den Hauptbahnhöfen. Leider erschwerten die ständigen Terminverschiebungen aufgrund der schwierigen Löscharbeiten und ihrer weiten Verbreitung über das gesamte Gebiet sowohl die Planung von Lösungen als auch die entsprechende Information, obwohl die Websites von RFI und Trenitalia bis tief in die Nacht hinein ständig über die Entwicklung der Situation informiert wurden. Die nationalen und territorialen Einsatzzentralen waren damit beschäftigt, die Umplanung des Angebots zu planen. Trenitalia verteilte mehr als 5.000 Pakete mit Komfortartikeln, Getränken und Snacks. Den Fahrgästen von 19 Zügen wurden ihre Fahrkarten vollständig erstattet. Von den Orten, an denen die Reise möglich war, setzten die Fahrgäste ihre Reise mit den mehr als 20 Bussen fort, die an den wichtigsten Bahnhöfen zwischen Norditalien und der Adriaküste zur Verfügung standen.

Der Regionalverkehr war in der Lage, die Verbindungen zwischen den Orten zu gewährleisten und alle Fahrgäste mit dem Zug oder Bus an ihr Ziel zu bringen, auch dank des Hilfspersonals an den Bahnhöfen in Apulien, den Abruzzen, den Marken und der Emilia-Romagna.

37.407 Einsätze der Feuerwehr

Wie die staatliche Feuerwehr Corpo Nazionale dei Vigili del Fuoco mitteilte, gab es seit dem 15. Juni 2021 landesweit 37.407 Einsätze der Feuerwehr bei Wald- und Vegetationsbränden, 16.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zu den am stärksten betroffenen Regionen gehörten Sizilien mit 8.669 Einsätzen, Apulien mit 8.628 und Kalabrien mit 3.785.

Feuerlöschflugzeuge und Hubschrauber sind 1.156 Mal in die Luft gegangen. In den letzten 24 Stunden gab es 717 Einsätze, davon 49 Einsätze der italienischen Feuerwehrflotte. Die Flugzeuge sind derzeit in Aidone (EN), Randazzo (CT), Chieti Rocca San Giovanni Allevo, in der Provinz Catanzaro und in der Provinz Bari in Gravina di Puglia im Einsatz.

In den letzten 24 Stunden gab es 257 Einsätze in ganz Sizilien, wobei die Provinzen Catania, Palermo, Agrigent, Caltanissetta und Siracusa besonders betroffen waren. In Ortona, in der Region Chieti, waren 80 Feuerwehrleute mit 30 Fahrzeugen an einem Brand in einem Pinienwald beteiligt, der nun gelöscht wird.

GK, WKZ, Quelle Corpo Nazionale dei Vigili del Fuoco, Trenitalia

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