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Dienstag, 10 August 2021 16:00

Österreich: Öffentlicher Verkehr in OÖ in Zeiten der Corona-Pandemie

„Der Öffentliche Verkehr erlebte seit dem Beginn der Corona-Pandemie erhebliche Fahrgastzahlschwankungen. Für eine effiziente Mobilität, die Reduzierung Schadstoffbelastungen, Staus und Reisezeitverzögerung ist der ÖV aber eine wichtige Säule auf die wir weiter bauen werden“, unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

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Grafik OÖVG.

Die Auswirkungen des Corona-Virus haben zu vielen Fragen und Umstellungen geführt. Auch im Segment des öffentlichen Verkehrs. Die Entwicklungen des Fahrgastaufkommens im Regionalbusverkehr wurden seit Beginn der Coronakrise, mittels automatischer Fahrgastzählung, genau dokumentiert. Im Vergleich gegenüber dem „Normalzustand 2019“ gab es in der Phase des ersten Lockdowns im März 2020 eine Reduktion der Fahrgastzahlen um über 80%. Nach einer Erholung in den Sommermonaten 2020 auf um die 90% der Fahrgastzahlen von 2019 sanken die Fahrgastzahlen in den Lockdownphasen ab November 2020 neuerlich auf bis zu rund 40% der Fahrgastzahlen von 2019 ab. Zuletzt (Juni 2021) befanden sich die Fahrgastzahlen bei rund 85% der Fahrgastzahlen von 2019.

Einige Fahrgastkunden des OÖVV nahmen die monatliche Kündigungsmöglichkeit der Jahreskarten wahr. Alle am Oberösterreichischen Verkehrsverbund teilnehmenden Verkehrsunternehmen waren im Zuge des Pandemiegeschehens jedoch von Einnahmenausfällen betroffen. Die Kompensierung der Einnahmeausfälle wurde in allen Fällen von den öffentlichen Institutionen getragen.

a) Regionalbusverkehr, kleine Stadtverkehre, Schienenpersonennah- und –Regionalverkehr:
Aufgrund des Bruttobestellprinzips der Verkehrsdienste trägt das Einnahmenrisiko in diesen Fällen die OÖVG bzw. das Land OÖ. Deshalb waren die in diesem Bereich beauftragen Verkehrsunternehmen von Einnahmenausfallswirkungen selbst nicht betroffen.

b) Stadtverkehre in Linz, Wels und Steyr
In den Städten Linz, Wels und Steyr tragen die dortigen städtischen Verkehrsunternehmen das Einnahmenrisiko. Einnahmenausfallswirkungen wurden von diesen getragen.

c) Schienenpersonenfernverkehre
Der Schienenpersonenfernverkehr wird in OÖ von den Unternehmen ÖBB und WESTbahn wahrgenommen und betrifft fast ausschließlich das Verkehrsangebot auf der Westbahnstrecke. Während der Corona Pandemie wurde zur Aufrechterhaltung eines Grundangebotes eine Notvergabe im Schienenpersonenfernverkehr eingerichtet. Das Einnahmenrisiko wurde somit von Seiten des Bundes übernommen.

Während der Corona Pandemie war es notwendig und geboten, aufgrund der starken Fahrgastrückgänge, der Schulschließungen und krankheitsbedingter Ausfälle des Fahrpersonals das Fahrplanangebot vorübergehend entsprechend anzupassen. Teilweise wurden aber auch zur Verringerung der Belegung der Fahrzeuge Verstärkerfahrten eingerichtet.

„Mobilität ist ein zentrales Bedürfnis, dem wir mit einem Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots bestmöglich nachkommen wollen. Mit der neuen oberösterreichischen Mobilitätsinitiative MOBIL ANS ZIEL soll aufgezeigt werden, welche tollen und umfangreichen Mobilitätsoptionen und Angebote bereits bestehen. Damit sollen besonders die Fahrgastzahlen des öffentlichen Verkehrs zurück zum Normalniveau geführt werden. Zu dem bereits guten Fundament kommen weitere Attraktivierungen hinzu. Der Ausbau des S-Bahnsystems durch die beiden Stadtbahnachsen S6 Mühlkreisbahn und S7 Stadtbahn Gallneukirchen Pregarten, die Verlängerung der LILO nach Aschach an der Donau, oder der Ausbau der Straßenbahn nach Ansfelden-Kremsdorf sind wesentliche Maßnahmen, um dieses Fundament weiter auszubauen“, so Steinkellner abschließend.

Pressemeldung Amt der Oö. Landesregierung

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