

Fotos Land Salzburg.
Die heftigen Gewitter, Regenfälle und Hagelschauen haben in der Nacht auf Dienstag den Katastrophenschutz und die Einsatzkräfte vor allem im Pinzgau und Pongau gefordert. Noch in der Nacht hat der Regen aufgehört, die Bezirkshauptmannschaften sind vorsichtig optimistisch, dass sich die Gesamtlage entspannt. Aufräumarbeiten sind im Gange, der Zivilschutzalarm für die Reinbachsiedlung in St. Johann wurde aufgehoben.
Als kritische Stelle hat Manfred Pongruber vom Katastrophenschutz der Bezirkshauptmannschaft Zell am See die Situation am Bahnhof Krimml beschrieben. Drei Mal in drei Tagen war dieser Bereich von Vermurungen betroffen. Vorgestern Abend wurde das Gebiet großräumig evakuiert. Zur schnellen Räumung der Gefahrenstellen wurde ein Assistenzeinsatz des Bundesheeres angefordert. Eine Garnitur der Pinzgauer Lokalbahn ist verschüttet, sie muss mit schwerem Gerät befreit werden.
Nachdem der Pegelstand der Salzach bei Mittersill am Montagabend die Fünf-Meter-Marke erreicht hat, wurde die Hubbrücke gehoben, um Verklausungen zu verhindern. Im Laufe der Nacht stieg der Pegel noch auf 5,30 Meter. Inzwischen steht er bei knapp 3 Meter (17.08.2021, 10.30 Uhr).
Im Ortsteil Schwarzenbach der Gemeinde Dienten am Hochkönig hat eine Mure am Montagabend einen Reisebus erfasst, eine Person wurde schwer, zwei weitere leicht verletzt. Ein naheliegender Bach ist stark verklaust und wird derzeit geräumt.
„Die Aufräumarbeiten und Sicherungsmaßnahmen nach den Murenabgängen im Bereich des Krimmler Bahnhofes und in Wald im Pinzgau werden noch dauern. Hier ist die Durchfahrt auf der L113 Krimmler Landesstraße ab der Ortsgrenze Wald nur für Einsatzfahrzeuge möglich. Die B165 Gerlosstraße kann nur sehr eingeschränkt befahren werden“, fasst Manfred Pongruber, Katastrophenschutzreferent der Bezirkshauptmannschaft Zell am See, nach einem ausführlichen Lokalaugenschein zusammen.
Aufgrund der schweren Unwetter wurde die Trasse der Pinzgauer Lokalbahn großteils unterspült und beschädigt. Daher ist die Strecke der Pinzgauer Lokalbahn zwischen Niedernsill und Krimml bis auf Weiteres nicht befahrbar. Züge zwischen Zell am See und Niedernsill verkehren nach dem Normalfahrplan. Landeshauptmann Haslauer stellte die Überlegung an: "Nachdenken, ob wir die Pinzgaubahn nach jedem größeren Unwetter neu bauen wollen"
Daher fordert die Behörde derzeit vor allem die Besucher der Krimmler Wasserfälle auf, das beliebte Ausflugsziel über die Tiroler Seite und daher über den Gerlos Pass anzufahren.
GK, WKZ, Quelle Land Salzburg