english

Montag, 23 August 2021 09:00

Schweden: SJ kündigt die Konzession für Bergslagen

tib x52 9018 9037 orebroc 4 14 05 03tib x52 9037 r8103 gavle 8 14 05 03
Fotos Rüdiger Lüders.

SJ und Tåg i Bergslagen haben sich darauf geeinigt, den Vertrag über den Zugverkehr in Bergslagen drei Jahre früher, d.h. im Dezember 2023, zu beenden. "Der Vertrag ist der Pandemie zum Opfer gefallen", sagt Dan Olofsson, Leiter der Verkehrsverträge bei SJ. "Unsere Einnahmen haben sich halbiert, während die Kosten unverändert geblieben sind."

Im Jahr 2016 erhielt SJ den Zuschlag für den Betrieb und die Instandhaltung von Tåg i Bergslagen für den Zeitraum 2016 bis 2026. Bei dem Vertrag handelt es sich um eine sogenannte Dienstleistungskonzession, bei der 90 Prozent der Einnahmen von der Anzahl der Fahrgäste abhängen, nur zehn Prozent sind Ausgleichszahlungen von den regionalen Verkehrsbetrieben. Dies bedeutet, dass SJ das gesamte finanzielle Risiko trägt.

Während der Corona-Pandemie ist der Reiseverkehr um 40-50 % zurückgegangen, und die Einnahmen von SJ sind in etwa um den gleichen Betrag gesunken, während die Kosten weitgehend unverändert geblieben sind, da SJ und andere Zugbetreiber als Reaktion auf die Aufforderungen der Gesundheitsbehörde und der Regierung normale Dienste angeboten haben. In der Vereinbarung ist festgelegt, dass eine Neuverhandlung möglich ist, wenn sich die Bedingungen während der Vertragslaufzeit ändern.

Tåg i Bergslagen hat inzwischen mit der Arbeit an einer neuen Ausschreibung ab Dezember 2023 begonnen. "Es ist natürlich traurig, dass der Vertrag vorzeitig beendet wird, aber wir verstehen das Dilemma von SJ", sagt Maja Rapp, seit Mai dieses Jahres CEO von Tåg i Bergslagen. Laut Maja Rapp ist noch unklar, ob der neue Vertrag wieder in Form einer Dienstleistungskonzession abgeschlossen wird.

Nach Angaben von Dan Olofsson wird SJ wahrscheinlich ein neues Angebot für Tåg i Bergslagen abgeben. "Wir sind an diesem Verkehr interessiert, aber mit der derzeitigen Vereinbarung ist es nicht möglich, weiterzumachen", sagt er. "Es ist sehr schwer zu kalkulieren, wie sich der Reiseverkehr erholen wird, und es ist zweifelhaft, ob SJ oder andere Zugbetreiber in absehbarer Zeit an Dienstleistungskonzessionen interessiert sind".

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Jarnvagar

Zurück

Letzte Änderung am Montag, 23 August 2021 09:26

Nachrichten-Filter