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Mittwoch, 27 Dezember 2017 07:47

Frankreich: Unterstützungsaktion für die Busfahrerin von Millas

Mehr als 32.000 Menschen haben am Dienstag nach nur fünf Tagen eine Petition zur Unterstützung der Busfahrerin des Unglücksbusses von Millas unterschrieben, nur fünf Tage nachdem diese online gegangen ist. Am 14. Dezember kollidierte ein Schulbus auf einem Bahnübergang mit einem TER, was sechs Schulkindern das Leben kostete. Der Fahrerin dieses Busses wurde wegen "unbeabsichtigten Totschlags und Verletzungen" angeklagt.

Die Busfahrerin, die noch immer im Krankenhaus liegt, wurde nach Angaben des Staatsanwalts von Marseille, "unter richterliche Aufsicht mit Fahrverbot" gestellt.

"Was ihr passiert ist, hätte alle Bus- und Lkw-Fahrer treffen können. Solange wir nicht wissen, was wirklich passiert ist, dürfen wir nicht urteilen. Nach dem Tod der Kinder wird sie ihr ganzes Leben lang darüber nachdenken. Es wird ihr schwer fallen, wir beschuldigen sie ein wenig zu schnell", sagte die Unterzeichnerin der Petition und Gründerin einer Facebook-Seite zur Unterstützung der Busfahrerin am Mikrofon von France Bleu Roussillon. Unter dem Schlagwort "SNCF = Der Staat" vermutet man offenbar auch die Gefahr, dass die wahre Ursache verheimlicht werden soll. Gegen solche Beschuldigungen hat sich die SNCF gewehrt.

Zur Frage, ob die Schranke geschlossen war, widersprechen sich weiterhin die Zeugen, einige Aussagen deuten darauf hin, dass diese Barrieren zeitweise nicht funktionsfähig waren. Die Staatsanwaltschaft hat erklärt, dass die "materiellen Befunde" aber "eher in Richtung einer geschlossenen Barriere" gehen würden.

WKZ, Franz A. Roski, Quelle DNA

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Letzte Änderung am Mittwoch, 27 Dezember 2017 07:58

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