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Dienstag, 07 September 2021 10:00

Norwegen: Zeit für neue bimodale Flirt-Züge in Trøndelag

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Fotos Njål Svingheim.

Am 31. August konnte SJ zum ersten Mal die neuen Züge vorstellen, die auf der Trønderlinie eingesetzt werden. "Es ist Zeit für neue Züge in Trøndelag", sagte Verkehrsminister Knut Arild Hareide. SJ wird die ersten bimodalen Flirt-Züge vom Typ 76 ab Mitte September in Betrieb nehmen.

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Für die Fahrgäste auf der Trønder-Linie bedeutet dies eine deutliche Verbesserung der Kapazität und des Reisekomforts. Der Typ 76 fährt dort, wo es eine Oberleitung gibt, mit Strom, während dort, wo sie nicht elektrifiziert ist, ein Dieselmotor für den Antrieb sorgt. Der Dieselmotor ist der modernste und am wenigsten umweltschädliche Typ und kann später auch durch Batterien ersetzt werden.

Die neuen Züge des Typs 76 können fast doppelt so viele Fahrgäste aufnehmen wie die alten, sie sind wesentlich geräumiger, behindertengerecht, haben viel Platz für Gepäck und verfügen über Verkaufsautomaten an Bord. "Wir werden mit diesem Zug auch auf den nicht elektrifizierten Streckenabschnitten eine umweltfreundlichere Bahn verwirklichen", sagte der Verkehrsminister. Diese Züge ersetzen alte, verschlissene Züge, die mehr als 35 Jahre alt sind, und es ist Zeit für neue Züge in Trøndelag. "Aber es sind nicht nur neue Zuggarnituren, die jetzt nach Trøndelag kommen. Die Trønder-Linie wurde durch Bahnhöfe mit weitaus besseren Zugängen und Bahnsteigen modernisiert, wir sind dabei, den Abschnitt Trondheim - Stjørdal und die Meråker-Linie zu elektrifizieren, und es wird mehr Abfahrten geben. Dadurch wird der Zug attraktiver, und wir sehen, dass dort, wo sich das Zugangebot verbessert, auch das Verkehrsaufkommen steigt", so Hareide.

Letzte Woche wurden die Vereinbarung und die Tarif- und Streckenkooperation mit der Region Trondheim unterzeichnet, wodurch die Fahrpreise auch auf der Trønder-Linie zwischen Trondheim und den Nachbargemeinden bis nach Stjørdal deutlich gesenkt werden.

"Wir bei SJ Norge freuen uns sehr, dass wir unseren Kunden in Trøndelag eine solche Aufwertung anbieten können", sagt Lena Nesteby, Geschäftsführerin von SJ Norge. "Dies ist wirklich ein Upgrade mit einem großen U, und ich möchte sowohl den Behörden als auch der norwegischen Bahn für die großartigen Züge danken, die wir nun in Betrieb nehmen können. Wir haben eine enge und gute Zusammenarbeit mit dem Materialeigentümer Norske tog, um die Züge in Betrieb nehmen zu können."

Øystein Risan, CEO von Norske tog, sagt, dass die Züge des Typs 76 den ersten Schritt in Richtung emissionsfreier Züge auf Abschnitten ohne Oberleitung machen. Die Züge werden bei voller Auslastung eine Emissionsreduzierung von 30 % im Vergleich zum alten Typ 92 bedeuten, so Risan.

Flirt in drei Varianten

Der Typ 76 ist eine Weiterentwicklung des Flirt-Zuges, den der Zughersteller Stadler bereits seit einigen Jahren nach Norwegen liefert. Der Unterschied besteht in einem kleinen Zwischenwagen, in dem der Dieselmotor untergebracht ist, aber der Rest des Zuges ist wie normaler Flirt-Zug in der Regionalzugversion, wie man sie zum Beispiel von den Strecken Oslo - Skien und Oslo - Lillehammer kennt.

Es gibt 14 Zuggarnituren der bimodalen Version von Flirt, die nun im Herbst und Frühjahr nächsten Jahres schrittweise eingeführt werden. Die Züge werden schließlich auch auf der Røros-Linie eingesetzt werden. Bis Ende 2022 wird Stadler 150 neue Zuggarnituren nach Norwegen geliefert haben, aufgeteilt in die Typen 74 (Nahverkehrsversion), 75 (Regional-/Intercityversion) und 76 (bimodale Version).

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Jernbanedirektoratet

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