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Donnerstag, 09 September 2021 12:24

Österreich: Connecting Europe Express macht Halt am Brenner

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Fotos ÖBB/Marek Knopp.

Die Europäische Union verfolgt mit dem Europäischen Jahr der Schiene 2021 ein Ziel: Umweltfreundliche Verkehrsmittel sollen mithilfe des europäischen Green Deal bis 2050 gefördert werden, um damit die Klimaziele zu erreichen. Eine rasche und nachhaltige Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene ist eine der wichtigsten Herausforderungen im Kampf gegen die Klimakrise und für die Reduktion der hohen Verkehrs-Emissionen.

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• v.l.n.r.: Ingrid Felipe (Landeshauptmann-Stellvertreterin Tirol), Teresa Bellanova (ital. Vizeministerin für Infrastruktur und nachhaltige Mobilität), Pat Cox (EU-Koordinator für den Skandinavien-Mittelmeer-Korridor), Vera Fiorani (CEO Rete Ferroviaria Italiana - RFI), Andreas Matthä (Vorstandsvorsitzender ÖBB) und Barbara Thaler (Mitglied des Europäischen Parlaments). Foto  ÖBB/Marek Knopp.

Eine symbolträchtige Initiative dazu ist die Fahrt des „Connecting Europe Express (CEE)“ durch 26 EU-Staaten. Das soll Bewusstsein für die Vorteile der Eisenbahn schaffen – auch im Schienengüterverkehr. Auf dieser Reise kam der „CEE“ heute aus Bozen/Italien kommend am Brenner an. An dieser europäischen Transitstrecke manifestieren sich alle wesentlichen Probleme und Belastungen des Lkw-Transits ebenso wie die Herausforderungen bei der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. Beim heutigen „CEE“ Stopp am Brenner haben die ÖBB gemeinsam mit der italienischen Staatsbahn FS (Ferrovie dello Stato Italiane), Vertreter:innen beider Verkehrsministerien und der EU die Gelegenheit genutzt, um das bestehende Angebot und innovative Lösungsansätze zur Verlagerung des Transitverkehrs auf die Schiene zu präsentieren.

ÖBB CEO Andreas Matthä betonte am Brenner: „Im Europäischen Jahr der Schiene wollen wir mit dem Connecting Europe Express eine breite Diskussion darüber auslösen, was notwendig ist, um den Ausbau der Bahn zur Erreichung der Klimaziele voranzutreiben. Unser Ziel ist klar:
Es muss in naher Zukunft so einfach sein mit der Bahn durch Europa zu fahren, wie mit einem Lkw! Daran arbeiten wir intensiv mit unseren europäischen Partnern im Rahmen der Rail Freight Forward Initiative. Die ÖBB waren und sind verlässliche Partner, wenn es um eine Entlastung der sensiblen Alpenregion vom Transitverkehr geht. Ein wesentliches Element für eine rasche, effiziente aber vor allem umweltfreundliche Verlagerung ist dabei die Rollende Landstraße.“

ROLA – die erprobte und rascheste Form zur umweltfreundlichen Verkehrsverlagerung

Bei der ROLA fahren die kompletten Lkw inkl. Zugmaschinen auf die Niederflurwagen der RCG auf. Für die Lkw-Lenker:innen gibt es einen eigenen Begleitwagen mit Cateringangebot. Vom Terminal in Wörgl aus betreibt die RCG neben der Verbindung zum Brenner auch die grenzüberschreitende Verbindung zwischen Wörgl und Trient (Trento) und retour. Ergänzt wird das Angebot auf der Brennerachse mit einer weiteren Verbindung zwischen Wels und Maribor.

Neues Pilotprojekt „Brenner ohne Grenzen“

Der Schienengüterverkehr ist international. Damit die verstärkte Verlagerung von Straßentransporten auf die Schiene gelingt, muss ein Zug durch Europa so einfach zu fahren sein wie ein Lkw. Dieses Ziel hat sich auch das neue EU-Pilotprojekt von EU-Abgeordneter Barbara Thaler „Brenner ohne Grenzen“ gesetzt. Der Start soll noch im Herbst 2021 erfolgen.

Rail Freight Forward Initiative – gemeinsam die Verlagerung vorantreiben

Die Rail Freight Forward Initiative (RFF) ist, mit der RCG als Gründungsmitglied, eine Vereinigung europäischer Güterverkehrsunternehmen mit dem Ziel, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu holen. Mit Partnern aus ganz Europa arbeitet die ÖBB Rail Cargo Group an einer einheitlichen Infrastruktur und investiert in digitale Services und innovative Technologien. Damit soll in ganz Europa bis 2030 ein Modalanteil der Schiene von derzeit 18 Prozent auf 30 Prozent im Güterverkehr erreicht werden. Österreich liegt aktuell bei 28 Prozent.

Pressemeldung ÖBB

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