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Donnerstag, 09 September 2021 15:00

Italien: ConnectingEuropeExpress im Eisacktal

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Fotos LPA/Peter Daldos, LPA/Angelika Schrott.

Der #ConnectingEuropeExpress, der durch Europa tourt, ist heute durch Südtirol gefahren. An Bord waren LH Kompatscher und LR Alfreider. Der Vorzeige-Zug der EU soll für nachhaltige Mobilität werben.

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Fotos LPA/Angelika Schrott.

 "Hop on" (Spring rein) – so lädt der silberne Connecting Europe Express (CEE) Vorzeige-Zug zum Mitfahren ein. Der CEE fährt quer durch Europa, um für den Einsatz nachhaltiger Mobilitätsmittel zu sensibilisieren. Heute früh (9. September) ist der Zug in Bozen gestartet und zum Brenner gefahren. Mit an Bord waren Vizeministerin Teresa Bellanova, Landeshauptmann Arno Kompatscher, Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, der Koordinator für den europäischen ScanMed Korridor Pat Cox, die Geschäftsführerin des italienischen Schienennetzbetreibers RFI (Rete Ferroviaria Italiana) Vera Fiorani, der Präsident der Bezirksgemeinschaft Eisacktal Walter Baumgartner, die Präsidentin der Bezirksgemeinschaft Wipptal Monika Reinthaler und zahlreiche Eisacktaler und Wipptaler Bürgermeister.

Länder verbindenden Bahnverkehr fördern

Insgesamt wird der von der Europäischen Kommission und von einer Partnerschaft der Wirtschaft konzipierte Connecting Europe Express 26 europäische Staaten durchqueren und eine 20.000 Kilometer lange Strecke mit 33 Grenzüberfahrten zurücklegen. Endstation der in Lissabon gestarteten Reise ist am 7. Oktober Paris. Ziel des Projektes ist es unter anderem, die Förderung des EU-weiten grenzüberschreitenden Bahnverkehrs voranzutreiben.

Wie wichtig die Mobilität von Personen und Waren sei, habe die Pandemie gezeigt. Deshalb müsse man alles daransetzen, Vorzeigeprojekte wie den Brennerbasistunnel BBT bekannt zu machen und dafür eignet sich unter anderem auch diese Initiative des CEE, sagte Vizeministerin Bellanova und hob die Wichtigkeit der Verbindung von Ländern hervor.

LH Kompatscher: Nachhaltige, verbindende Mobilität und Lebensqualität im Fokus

Landeshauptmann Kompatscher bezeichnete den Brennerbasistunnel als derzeit wichtigstes "europäisches Projekt in Europa" und unterstrich, dass das Bewusstsein der Menschen für die Investitionen Europas auf lokaler Ebene geschärft werde. "Wir wollen künftig noch mehr auf nachhaltige und innovative Mobilitätsprojekte setzen, um die Menschen entlang der Hauptverkehrsrouten zu entlasten und um deren Lebensqualität zu erhöhen", sagte der Landeshauptmann. Mit dem BBT und anderen Vorhaben wie der Riggertalschleife und dem Virgl-Bahntunnel in Bozen würden wichtige Projekte umgesetzt, die den Schienennahverkehr noch attraktiver für die Bürger machen sollen. Um die Querfinanzierung von Bahnvorhaben auch in Zukunft zu sichern und einen intermodalen Korridor zu schaffen, sei ein zeitnaher Durchbruch bei den Verhandlungen für die Konzession der Brennerautobahn notwendig, sagte der Landeshauptmann.

Auch RFI-Ceo Fiorani verwies auf die Wichtigkeit, Vorhaben im Bahnbereich rasch umzusetzen, besonders auf dem strategisch wichtigen Brennerkorridor. Fiorani nannte auch die Zulaufstrecken, deren Arbeiten weitergebracht werden sollen.

Wandel und Sprung nach vorn durch nachhaltige Mobilität

Der Koordinator für den Skandinavisch-Mediterranen Korridor Pat Cox zeigte sich überzeugt: "Wir werden mit nachhaltigen Bahnprojekten nicht nur einen Wandel herbeiführen und die Integration der Länder in Europa verbessern, sondern einen großen Sprung nach vorn machen. Allerdings braucht es dafür gemeinsame Unterstützung." Gerade auch für junge Menschen ergäben sich laut Cox neue Chancen. Mobilitätslandesrat Alfreider unterstrich, dass das Land die Gelegenheit genutzt habe, um für mehr Investitionen in Südtirol zu sensibilisieren. "Wenn die Bahn weiter an Attraktivität gewinnt, wächst auch die Europäische Union weiter zusammen", sagte Alfreider.

Orte entlang der Brennerstrecke entlasten

Gerade mit Blick auf den im laufenden Jahr wieder zugenommenen Verkehr würden die Menschen entlang der Brennerroute auf nachhaltige Mobilitätsvorhaben warten, hob Bezirksgemeinschaftspräsident Baumgartner hervor. Es sei nun, aber auch in Zukunft wichtig, beharrlich weiterzuarbeiten, um die Mobilität auf der Brennerstrecke langfristig für die Menschen nachhaltig zu gestalten, sagte Baumgartner.

Arbeiten an BBT-Zulaufstrecke Waidbruck-Franzensfeste starten Anfang 2022

Paola Firmi berichtete über die planerische und bauliche Entwicklung des Südzulaufs für den BBT und Giuseppe Romeo über den Stand des Bauloses Franzensfeste Waidbruck. Für den Abschnitt Franzensfeste-Waidbruck wurden die Arbeiten inzwischen zugeteilt. 2023 soll laut Firmi die Realisierungsphase beginnen. In Kürze soll es ein Treffen mit den Bürgermeistern geben, so Firmi. Über den Baufortschritt am BBT, an dem täglich 1200 Personen arbeiten, informierten Gilberto Cardola und Martin Gradnitzer. Die schwierigen Arbeiten zur Unterquerung des Flusses Eisack in Franzensfeste sind nun nahezu abgeschlossen. In Mauls sollen die Ausbruchsarbeiten im Herbst 2024 beendet werden.

Treffen mit der österreichischen Delegation am Brenner

Beim Halt am Brenner sind Landeshauptmann Kompatscher und Landesrat Alfreider unter anderem mit der Tiroler Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe, der österreichischen Europaparlamentarierin Barbrara Thaler und dem Vorstandsvorsitzen der ÖBB-Holding-AG Andreas Matthä zusammengetroffen. Der CEE ist anschließend mit der Österreichischen Delegation nach Innsbruck weitergefahren.

Pressemeldung Land Bozen-Südtirol

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