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Freitag, 10 September 2021 11:30

Schweden: Frank-Walter Steinmeier besucht LKAB und Scania

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Fotos Sara Friberg/Kungl. Hovstaterna.

Vom 7. bis 9. September stattete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Einladung Seiner Majestät des Königs Carl XVI. Gustaf einen dreitägigen Staatsbesuch in Schweden ab. Der Präsident wurde von seiner Frau Elke Büdenbender begleitet. Ziel des Staatsbesuchs war es, die bereits guten schwedisch-deutschen Beziehungen zu fördern und die langfristigen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Beziehungen weiter zu stärken.

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Fotos Sara Friberg/Kungl. Hovstaterna, LKAB, Henrik Garlöv/Kungl. Hovstaterna, Sara Friberg/Kungl. Hovstaterna.

Eines der Ziele des Staatsbesuchs ist es, eine vertiefte Zusammenarbeit in Bereichen wie Klima, Energie und Digitalisierung anzuregen - mit dem Schwerpunkt auf innovativen und nachhaltigen Lösungen. LKAB, das bei der Umgestaltung der Bergbauindustrie in Richtung einer nachhaltigen Zukunft führend ist, stand daher im Mittelpunkt des Besuchs in Schweden.

"Wenn es uns gelingen soll, der Klimabedrohung zu begegnen, brauchen wir eine gigantische Umgestaltung der Wertschöpfungsketten der Industrie. Allein unser Sektor, die Eisen- und Stahlindustrie, ist für sieben Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich, während das, was wir produzieren, für den gesamten Aufbau der Gesellschaft entscheidend ist. Das Thema des Besuchs war, wie wir mit anderen zusammenarbeiten können, um dieses Ziel zu erreichen und die wichtigen Mineralien und Metalle zu finden, die für den Aufbau der Europäischen Gemeinschaft benötigt werden", sagt Jan Moström, Präsident und CEO von LKAB.

"Nicht ohne einen gewissen Stolz stellen wir das Interesse und das Engagement für die gigantischen Pläne fest, die LKAB für eine vollständige Umgestaltung unserer gesamten Produktion hat. Eine Umstellung, die unseren Kunden in der europäischen Stahlindustrie bei der Umstellung helfen und Kohlendioxidemissionen in Höhe von zwei Dritteln der gesamten schwedischen Emissionen reduzieren wird. Anfang dieses Jahres haben wir gezeigt, dass die HYBRIT-Technologie, die wir zusammen mit SSAB und Vattenfall zur Herstellung von Eisenschwamm mit Wasserstoff entwickelt haben, funktioniert."

Zukunftsweisende Bergbautechnologie und eine nachhaltige Wertschöpfungskette auf der Tagesordnung

Der Besuch bei LKAB konzentrierte sich in erster Linie auf die Umgestaltung der Eisen- und Stahlindustrie für eine nachhaltige Zukunft, ein Wandel, den LKAB anführt. Die Besucher konnten sich während des Besuchs in 540 Metern Tiefe über die Zukunftspläne von LKAB informieren. LKAB-Mitarbeiter in verschiedenen Positionen erläuterten, wie sie an einer völlig neuen Bergbautechnologie arbeiten, bei der Bergbau und Untertagetransport völlig kohlendioxidfrei, elektrifiziert, digitalisiert und autonom sein werden. ABB und Ericsson waren ebenfalls mit Beispielen für Digitalisierungslösungen vertreten.

"Alles beginnt im Bergwerk, ohne das der Rest unserer Pläne mit HYBRIT, Eisenschwamm und fossilfreiem Stahl in sich zusammenfällt. Hier legen wir den Grundstein für den gesamten Übergang und die Wettbewerbsfähigkeit einer völlig neuen Wertschöpfungskette und die damit verbundenen Klimaauswirkungen. Was wir hier schaffen, ist ein völlig neuer Weltstandard für den Bergbau. Nichts von alledem können wir allein tun. Stattdessen ist eine entwickelte Zusammenarbeit mit anderen führenden Unternehmen erforderlich", sagt Michael Palo, Direktor des Geschäftsbereichs Eisenerz bei LKAB.

Neue Technologie senkt globale Emissionen

Vorgestellt wurde auch die umfassende Umstellung der Verarbeitung bei LKAB, wo die Umstellung auf mit Wasserstoff erzeugtes Eisenerz die Kohlendioxidemissionen bei den Kunden von LKAB um 35 Millionen Tonnen pro Jahr senken wird, was der dreifachen Wirkung des endgültigen Abstellens aller schwedischen Pkw auf fossile Brennstoffe entspricht.

Es wurden auch Pläne zur Gewinnung kritischer Mineralien aus den Erzen von LKAB in einem Kreislaufwirtschaftsmodell vorgestellt. Damit könnte die EU 30 % ihres Bedarfs an Seltenerdmetallen decken und das Fünffache des schwedischen Bedarfs an cadmiumfreiem Phosphor für Düngemittel.

"Die Seltenen Erden, die wir auf kreislaufwirtschaftliche und fossilfreie Weise aus den derzeitigen Abfällen des Eisenerzbergbaus herstellen wollen, sind für die Umgestaltung der europäischen Industrie von entscheidender Bedeutung. Die grüne Technologie und die Elektrifizierung mit Windkraft, Batterien usw. bedeuten einen starken Anstieg des Bedarfs an Seltenen Erden, die derzeit von China kontrolliert werden und daher für Europa von strategischem Interesse sind", sagt Jan Moström.

Besuch bei Scania

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Fotos Sara Friberg/Kungl. Hovstaterna, Scania.

Am 8. September besuchten der Präsident und der König in Begleitung von Minister Tomas Eneroth und anderen Personen Scania in Södertälje. Der König, der Präsident und Minister Tomas Eneroth erhielten Informationen über den elektrifizierten LKW-Betrieb von Scania. Scania ist ein weltweit führender Anbieter von Transportlösungen mit mehr als 50.000 Mitarbeitern in rund 100 Ländern. Seit 2014 ist Scania AB im Besitz des deutschen Automobilkonzerns Volkswagen Group. Während des Besuchs wurden die Gäste über die Arbeit des Unternehmens in den Bereichen nachhaltiger Verkehr, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz informiert.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle LKAB, Kungahuset

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