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Donnerstag, 28 Dezember 2017 14:46

Frankreich: SNCF-Führung nach Verkehrsausfall in Saint-Lazare erneut zum Rapport bestellt

Nach einem erneuten Zusammenbruch des Pariser Verkehrs - dieses Mal im Bahnhof Paris Saint-Lazare am 26.12.17 - hat Verkehrsministerin Elisabeth Borne die Verantwortlichen der SNCF - den Leiter der öffentlichen Gruppe und Präsidenten von SNCF Mobilités, Guillaume Pepy, und den Präsidenten von SNCF Réseau, Patrick Jeantet - am 08.01.18 wieder einmal öffentlich zum Rapport bestellt, um diese "wichtigen und medienbekannten Ereignisse" in Zukunft verhindern zu können.

Nach Montparnasse und Bercy war am 26. Dezember der Pariser Bahnhof Saint-Lazare an der Reihe, einen Zusammenbruch des Verkehrs zu erleiden. Ein Stromausfall unterbrach am Dienstag den Verkehr für drei Stunden. Die Senatorin Fabienne Keller (Les Républicains) sprach von einer "schwarzen Serie an Ereignissen für die SNCF".

"Nicht alle dieser Vorfälle haben den gleichen Schweregrad. Doch für viele und vor allem für die von diesen Vorfällen betroffenen Reisenden erscheint die Wiederholung dieser Situationen unverständlich und ruft berechtigte Verzweiflung hervor", sagte die Verkehrsministerin. Sie möchte über die Umsetzung von Plänen zur Verbesserung der Robustheit des Schienennetzes und zur Erfüllung der Erwartungen an die Fahrgastinformation im Ereignisfall unterrichtet werden.Sie rief deshalb Guillaume Pepy und Patrick Jeantet dazu auf, "Bilanz über diese Vorfälle zu ziehen" und ihre "Analysen und die ergriffenen Maßnahmen" vorzustellen.

In einer Zeit, in der ein beispielloses Programm zur Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur mit einem Gesamtvolumen von 46 Milliarden Euro und einer Laufzeit von zehn Jahren auf den Weg gebracht wurde, warnt die Ministerin die Verantwortlichen der öffentlichen Gruppe: "In diesem Zusammenhang muss insbesondere darauf geachtet werden, dass die Zunahme der Baustellen auf dem Netz nicht zu einer Vervielfachung der Vorkommnisse für die alltäglichen Reisenden führt und dass die Folgen dieser Arbeiten vollständig vorhersehbar und angekündigt sein werden."

WKZ, Quelle Figaro, Le Point, Europe 1

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