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Freitag, 29 Dezember 2017 13:55

Frankreich: Guillaume Pepy stellt Mandat der Regierung zur Verfügung

Nachdem SNCF-Chef Guillaume Pepy nach einer Reihe von Zwischenfällen in Pariser Bahnhöfen zu Anfang Januar wieder von Verkehrsministerin Elisabeth Borne zum Rapport bestellt wurde, erklärte er am Freitag, den 29. Dezember gegenüber der Zeitung Le Parisien, dass sein "Mandat der Regierung zur Verfügung" stehe.

Die SNCF hatte mit dem Zusammenbruch des Verkehrs durch einen Computerfehler am 3. Dezember im Bahnhof Montparnasse, danach mit einer erheblichen Störung durch übermäßiges Fahrgastaufkommen bei Bercy und schließlich mit einem Stromausfall am Dienstag in Saint-Lazare zu kämpfen.

"Mein Mandat steht der Regierung zur Verfügung. Meine Aufgabe ist es, mit Patrick Jeantet Lösungen zu finden. Es geht nicht um Stimmungen!"

"Wir erneuern das Streckennetz und befördern in der Region Île-de-France alle sieben Sekunden das Äquivalent eines A380-Flugzeugs. Diese gigantischen Arbeiten unter laufendem Betrieb bergen das Risiko von Fehlern, elektrischen Störungen und Arbeitsrisiken, die nicht ausreichend vorbereitet sein können", erklärt der Vorstandsvorsitzende der SNCF.

Der stellvertretende Generaldirektor der SNCF, Mathias Vicherat, wies auf Europe 1 inzwischen die Gerüchte zurück, dass Guillaume Pepy schon zurückgetreten sei, und versicherte, dass der Fahrpreis am 1. Januar nicht steigen werde.  

"Die Geschäftsführung der SNCF nimmt ihre Verantwortung nicht wahr", hatte am Dienstag die Gewerkschaft SUD Rail verlauten lassen. SUD-Rail machte für den jüngsten Vorfall in Saint-Lazare die "chronisch unzureichende Wartung des Netzes" und "vermehrte Inanspruchnahme von Subunternehmern" verantwortlich.

WKZ, Quelle Le Point, Le Monde

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Letzte Änderung am Freitag, 29 Dezember 2017 14:35