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Donnerstag, 16 September 2021 08:00

Dänemark: Neuer Bahnhof, neue Regionallinie und Finanzierung der Stufe 2 in Aarhus

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Fotos Aarhus Letbane.

Die Infrastrukturregelung in Christiansborg umfasst mehrere Maßnahmen zur Sicherung der Zukunft des öffentlichen Verkehrs in Mittel- und Ostjütland. Die Projekte stehen im Einklang mit den Visionen der Stadtbahn-Kooperation (Letbanesamarbejd) für einen hochwertigen Verkehr - und sowohl der Vorsitzende als auch der stellvertretende Vorsitzende des Stadtbahnrats (Letbanerådet) sind darüber sehr erfreut.

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Kurz vor den Sommerferien wurde eine breite politische Einigung über einen neuen staatlichen Infrastrukturplan, "Danmark Fremad" (Dänemark Vorwärts), erzielt, der bis 2035 läuft. Es enthält mehrere Maßnahmen zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs in Mittel- und Ostjütland, die mit dem Vorschlag der Stadtbahn-Kooperation für einen hochwertigen Verkehr, Samspil 2030, übereinstimmen.

Der neue Plan gefällt Anders Kühnau (S), dem Vorsitzenden des Regionalrats der Region Mitteljütland: "Als Vorsitzender des Regionalrats ist es schwer, sich nicht über den Infrastrukturplan der Regierung zu freuen. Der Plan sieht Investitionen in der gesamten Region vor und entspricht weitgehend der gemeinsamen Eingabe für nationale Investitionen in die Infrastruktur, die die Region Midtjylland und die 19 Kommunen in Mitteljütland 2019 gemacht haben. Gleichzeitig werden auch unsere Projekte der Ostjütland-Interaktion 2030 in hohem Maße berücksichtigt. Investitionen in die Infrastruktur sind entscheidend für Wachstum, Bildung und Wohlstand, und es ist wichtig, dass wir ständig an der Entwicklung einer kohärenteren und umweltfreundlicheren Mobilität arbeiten. Für die Region Midtjylland würde ich sagen, dass der neue Plan beide Parameter erfüllt."

Neue Regionalbahn Silkeborg - Aarhus

Eine der wichtigsten Initiativen ist eine neue Regionalbahn zwischen Aarhus und Silkeborg. Ab 2026 werden die Arbeiten an der eingleisigen Bahnstrecke beginnen, die über Galten führen wird. Die Fahrzeit mit dem Zug wird sich dadurch von derzeit 45 Minuten auf 25 Minuten verkürzen. Der Unterschied liegt darin, dass die Züge derzeit über den Bahnhof Skanderborg und damit nicht in gerader Richtung zwischen den beiden Städten verkehren.

Die eingesparte Reisezeit wird sowohl für Silkeborg als auch für Aarhus ein großer Vorteil sein, und der Zug wird eine echte Verkehrsalternative zum Auto sein. Sie schafft auch die Voraussetzungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung in den Gebieten entlang der Strecke - und einen besseren Zusammenhalt zwischen Ostjütland und Herning und Westjütland.

"Die neue Eisenbahnlinie ist eines der Dinge, über die ich mich sehr freue. Sie wird vielen Bürgern bessere Transportmöglichkeiten bieten und es ermöglichen, in einer Stunde zwischen Aarhus und Herning zu reisen. Dies könnte unter anderem große Auswirkungen auf die Patienten und das Personal in unserem künftigen Superkrankenhaus in Gødstrup in der Gemeinde Herning haben", so der Ratspräsident.

Neuer Bahnhof Brabrand

In der Infrastrukturvereinbarung der Regierung sind auch Mittel für den Baubeginn eines neuen Bahnhofs in Brabrand ab 2031 vorgesehen. Der Bahnhof wird ein Verkehrsknotenpunkt im Westen von Aarhus sein und als Bindeglied zwischen der Bahnlinie nach Silkeborg und der künftigen Stufe 2 fungieren. Er wird eine zusammenhängende und kürzere Reisezeit für Reisende zwischen Brabrand und Aarhus H bieten - auch zum Vorteil der Bürger in den großen Wohngebieten von Brabrand, die zur Arbeit oder zum Studium ins Stadtzentrum fahren müssen.

Mittel für Stufe 2 der Stadtbahn

Insgesamt sind fast 2,5 Mrd. DKK (340 Mio. EUR) für Stadtbahn- und BRT-Projekte in Aarhus, Aalborg, Odense und Kopenhagen vorgesehen. Es ist noch nicht bekannt, wie viel in die zweite Etappe in Ostjütland fließen wird, aber Verkehrsminister Benny Engelbrecht (S) hat gegenüber Aarhus Stiftstidende erklärt, dass er mit rund 650 Mio. DKK (87 Mio. EUR) für die Stadtbahn in Aarhus zwischen Aarhus Ø und Brabrand rechnet. Dies wird jedoch vom Ergebnis der UVP-Studie abhängen, die derzeit läuft und voraussichtlich Mitte 2022 abgeschlossen sein wird.

"Ich freue mich, dass der Plan nun der Stufe 2 Auftrieb gibt, so dass wir den öffentlichen Nahverkehr auf hohem Niveau für noch mehr Einwohner von Aarhus ausbauen und die Zugänglichkeit im gesamten östlichen Teil der Region verbessern können. Außerdem ist es gut, dass die Vereinbarung, wie auch Samspil 2030, eine ganzheitliche Perspektive auf die Mobilität zum Ausdruck bringt, bei der Autos, Busse und Züge zusammen gedacht werden", sagt Anders Kühnau.

Ango Winther, Mitglied des Stadtrats von Aarhus (K) und stellvertretender Vorsitzender des Stadtbahnrats, begrüßt ebenfalls die anstehenden Projekte, die den öffentlichen Verkehr stärken werden: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und freue mich, dass der öffentliche Verkehr in Aarhus und Ostjütland berücksichtigt wird. Die Sanierung des Bahnhofs Brabrand und der Strecke nach Silkeborg ist sehr positiv, und ich möchte dies anerkennen. Ich werde der Arbeitsgruppe Zeit geben, um in der UVP-Studie auszuarbeiten, was in der zweiten Stufe genau geschehen soll."

WKZ, Quelle Letbanesamarbejdet

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