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Dienstag, 21 September 2021 08:00

Tschechien: Elektrifizierung auf der Strecke Brno - Střelice abgeschlossen

szr1szr1Fotos Správa železnic.

Seit 20.09.2021 können die Züge auf der Strecke Brno - Střelice wieder fahren. Die Eisenbahnverwaltung hat die Schließung im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau und der Elektrifizierung der Strecke abgeschlossen.

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Die modernisierten Haltestellen Troubsko und Střelice dolní werden für die Fahrgäste geöffnet, während die völlig neuen Haltestellen in Brno-Starý Lískovec und Ostopovice ab Mitte Dezember in Betrieb genommen werden. Die fertige Oberleitung steht bereits unter Strom, aber elektrische Züge werden sie erst nach Abschluss der Arbeiten auf dem nachgelagerten Abschnitt nach Zastávka u Brna nutzen.

Die Bauarbeiten begannen im Juli letzten Jahres und sollen im nächsten Frühjahr vollständig abgeschlossen sein. Die Höchstgeschwindigkeit der Züge wird sich nach dem Bau des ETCS-Systems auf 120 km/h erhöhen, während die Züge bis dahin mit maximal 100 km/h fahren werden.

Gegenstand der Arbeiten ist der Umbau und die Elektrifizierung eines fast zehn Kilometer langen zweigleisigen Abschnitts der Strecke von Brno-Horní Heršpice (außerhalb) nach Střelice. Nicht nur der Abschnitt des Zwischenbahnhofs, sondern auch der Bahnhof Střelice selbst wurde renoviert. Die Bauarbeiter bauten neue Bahnsteige in der Standardhöhe von 550 Millimetern über dem Gleis, das durch eine Unterführung angebunden wird. Der barrierefreie Zugang ist durch Aufzüge gewährleistet.

"Die 550 Millimeter hohe Bahnsteigkante und der barrierefreie Zugang sind auch auf den modernisierten Bahnsteigen an den bestehenden Haltestellen Troubsko und Střelice dolní möglich, wo die Fahrgäste neue Unterstände nutzen können. Die neuen Inselbahnsteige in Brno-Stary Lískovec und die beiden Außenbahnsteige in Ostopovice haben die gleichen Parameter. Sie werden ab dem neuen Fahrplan, der am 12. Dezember in Kraft tritt, für die Öffentlichkeit zugänglich sein", beschreibt Miroslav Bocák, Direktor der Ostbahnverwaltung, Stavební správa východ Správy železnicy.

Neben der Fertigstellung der Oberleitung, die bereits unter Strom steht, wurde auch die Aktivierung der neuen Signalanlagen abgeschlossen. Dies gilt auch für die vier Bahnübergänge, die mit der höchstmöglichen Sicherheit ausgestattet sind, d.h. mit Lichtsignalanlagen und Schranken. Die Einwohner von Střelice können nun auch die neu gebaute Fußgängerbrücke über den Bahnhof nutzen. Hier sind nur noch die letzte Arbeiten an den Umleitungsstrecken im Gange, die Ende Oktober fertig sein sollen.

"In den 80 Tagen der Sperrung konnten wir alle Weichen im Bahnhof Střelice, den kompletten Umbau des stromabwärts gelegenen Teils der Strecke nach Moravské Bránice sowie den Unter- und Oberbau der beiden Gleise in Richtung Zastávka u Brna fertigstellen. ... Obwohl die Fristen knapp bemessen waren, wurde alles in der geforderten Qualität fertiggestellt, so dass die Sperrung wie geplant am 20. September beendet und der Verkehr zwischen Brünn und Zastávka u Brna wieder aufgenommen werden konnte", sagte Ondřej Zedník, Projektleiter von Skanska a.s., im Namen des Bauunternehmens.

Der Auftragnehmer des Bauvorhabens "Elektrifizierung der Strecke incl. PEÚ Brno - Zastávka u Brna, 1. Etappe" ist ein Zusammenschluss der Firmen Skanska und Elektrizace železnic Praha. Die Gesamtinvestitionskosten des Projekts belaufen sich auf 2,9 Mrd. CZK (110 Mio. EUR). Die Kofinanzierung des Baus ist aus dem Nationalen Konjunkturprogramm (Recovery and Resilience Facility - RRF) vorgesehen, weitere Mittel werden aus dem staatlichen Fonds für Verkehrsinfrastruktur bereitgestellt.

Im nächsten Frühjahr soll die Umsetzung des damit verbundenen Projekts, der zweigleisigen und elektrifizierten Strecke nach Zastávka u Brna, beginnen. Die Eisenbahnverwaltung ist derzeit auf der Suche nach einem Auftragnehmer für den Bau, außerdem laufen Grundstückskäufe und andere vorbereitende Arbeiten. Die Bahnhöfe Tetčice und Zastávka u Brna sowie die Haltestellen Omice und Rosice u Brna werden bis Ende 2023 umgebaut, wodurch sie moderne Bahnsteige mit barrierefreiem Zugang erhalten. Die Höchstgeschwindigkeit der Züge wird 120 km/h betragen. Die Arbeiten umfassen auch die Modernisierung der Signalanlagen, und der Zugbetrieb wird dann von Brünn aus gesteuert.

WKZ, Quelle Správa železnic

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