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Mittwoch, 03 Januar 2018 09:30

Frankreich: Vier Instandhaltungsfirmen kommen zusammen, um Mechaniker auszubilden

Die Nachfrage nach der Instandhaltung im Eisenbahnsektor ist nach dem Unfall von Brétigny in Frankreich stark gestiegen. Das hat die vier Firmen Meccoli, Imateq, Ferrotract und Vitamotor dazu veranlasst, gemeinsam ein Ausbildungsprogramm für die Instandhaltung im Eisenbahnsektor zu erstellen.

In den Jahren 2018 und 2019 sieht zum Beispiel der Auftragsplan von Imateq die Modernisierung von 80 Lokomotiven vor. Doch Imateq, ein Joint Venture zwischen dem französischen Mittelständler Socofer und dem deutschen Riesen Vossloh hat vorerst nur 20 Mitarbeiter. Wie das Wirtschaftsblatt Les Echos schreibt, will das Unternehmen am Industriepol Saint-Pierre-des-Corps in der Nähe von Tours deshalb seine Belegschaft verdoppeln, um diese Ziele zu erreichen. Das Problem: Es gibt zwar staatliche Ausbildungsgänge für diverse Fachrichtungen, z. B. Automechaniker, aber nicht für die Eisenbahn.

Vier französische Firmen der Bahninstandhaltung haben sich deshalb zusammengetan, um mit Hilfe der Arbeitsagentur Pôle Emploi solch ein Ausbildungsprogramm zu starten: Meccoli, ein mittelständiges Familienunternehmen mit 510 Mitarbeitern und einem Umsatz von 129 Mio. Euro, Vitamotor mit 230 Mitarbeiter und 40 Mio. Euro Umsatz, Ferrotract, eine Tochtergesellschaft der Unifer in Marseille mit 700 Mitarbeitern und 80 Mio. Euro Umsatz und Imateq. Das Budget wird aus dem Reaktiven Fonds der Region finanziert, der zunächst mit 4 Mio. Euro ausgestattet und auf 10 Mio. Euro aufgestockt wurde. Die vier Partnerunternehmen haben in der Tat rund hundert offene Stellen verschiedener Fachrichtungen zu besetzen.

WKZ, Quelle les Echos

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