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Mittwoch, 13 Oktober 2021 09:00

Tschechien: Beginn der Bauarbeiten zur Güterumfahrung Děčín

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Fotos Správa železnic.

Güterzüge werden bald die rekonstruierte Strecke zwischen den Bahnhöfen Děčín východ und Děčín-Prostřední Žleb nutzen, die Teil des Güterverkehrskorridors des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) ist. Der Bau mit geschätzten Gesamtinvestitionskosten von 1,14 Mrd. CZK (449 Mio. EUR) wurde am 12.10.2021 von der Eisenbahnverwaltung Správa železnic gestartet.

Der elektrifizierte, rund 1,4 Kilometer lange Abschnitt wird komplett erneuert und umfasst neben dem Děčín-Tunnel auch eine Brücke über die Elbe. Die Züge werden im November nächsten Jahres wieder auf der rekonstruierten Strecke verkehren, und die gesamten Bauarbeiten werden Mitte 2023 abgeschlossen sein.

Ein wichtiger Teil der Bauarbeiten ist der Wiederaufbau der 265 m langen Elbbrücke. Der mehr als 100 Jahre alte Stahlüberbau wird durch einen neuen mit Längs- und Querversteifungen und einem durchgehenden Gleisbett ersetzt. Die Gestaltung wird das Aussehen der ursprünglichen Struktur respektieren und gleichzeitig alle aktuellen Standards und betrieblichen Anforderungen des Schienenverkehrs erfüllen. Die Geschwindigkeit auf der Brücke wird von derzeit 30 auf 50 km/h erhöht.

Der Bau umfasst auch die vollständige Sanierung des 395 m langen Děčín-Tunnels. Der Ober- und Unterbau der Eisenbahn wird erneuert und die Oberleitung wird repariert. Das Projekt umfasst auch den Wiederaufbau von Signal- und Kommunikationsanlagen.

Neben der Erneuerung des Gleisoberbaus wird die Lärmbelastung in der Nähe der Strecke durch den Einbau von etwa 700 m langen Lärmschutzwänden an Stellen, an denen die Strecke durch städtische Gebiete führt, verringert.

Der Auftragnehmer des Investitionsprojekts mit der Bezeichnung "Optimierung des Streckenabschnitts Děčín Ost - Děčín-Prostřední Žleb" ist die Brückengesellschaft Prostřední Žleb. Verwalter ist STRABAG Rail, Partner sind DT Mostárna und die STRABAG AG. Der Bau wird aus dem staatlichen Fonds für Verkehrsinfrastruktur finanziert.

WKZ, Quelle Správa železnic

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