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Montag, 01 November 2021 15:30

Niederlande: Mit dem Klimazug zum COP26 in Glasgow

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Fotos Pro Rail.

Der Klimazug war am Samstag, den 30. Oktober, der große Blickfang im Vorfeld des UN-Klimagipfels COP26 in Glasgow. 500 Klimaaktivisten, Vertreter des Bahnsektors, Politiker, Wissenschaftler und Journalisten fuhren am frühen Samstagmorgen mit dem Sonderzug los. Er reiste von Amsterdam über Rotterdam, Brüssel und London nach Glasgow.

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Der Zug war eine Initiative von ProRail, Rail to the COP, NS und Eurostar. Dutzende von nationalen und internationalen Medien berichteten darüber. Der Zug ermöglichte es, auf nachhaltige Weise zum Klimagipfel zu reisen. Genau das war die Botschaft, die die meist jungen Klimaaktivisten gemeinsam mit den Bahnunternehmen vermitteln wollten: Macht die Bahn zum Teil der Lösung des Klimaproblems. Dazu sollten wir in Bahn und Zug investieren, anstatt in weniger nachhaltige Reise- und Transportmöglichkeiten.

"Was für eine gute Stimmung an Bord des Zuges", antwortet Ans Rietstra, der als stellvertretender CEO von ProRail mit an Bord des Klimazuges war. Für den ersten Teil reiste sie mit dem Eurostar nach London und war begeistert von der Überzeugung und dem Enthusiasmus der jungen Menschen. Deshalb bittet sie alle, vom Bahnsektor über die Unternehmen bis hin zu den Politikern: "Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, das Bahnfahren noch attraktiver zu machen. So dass bei Strecken bis zu 700 Kilometern bald jeder sagen wird: Wir fahren einfach mit dem Zug!"

Auch Mara de Pater von Youth for Sustainable Travel blickt auf eine sehr erfolgreiche Reise zurück. "Wir haben die Extrameile zurückgelegt und den Klimazug möglich gemacht. Das hat sich gelohnt! Die Reise nach Glasgow verlief reibungslos. Auch das Programm an Bord war fantastisch. Doch das ist erst der Anfang. Wir werden weiterhin für faires und nachhaltiges Reisen kämpfen. Auf der COP26 und darüber hinaus."

An Bord des Zuges diskutierten die Reisenden über Möglichkeiten, das Reisen mit der Bahn attraktiver und wettbewerbsfähiger gegenüber dem Flugzeug und dem Auto zu machen. Zu diesem Zweck konnten sie an verschiedenen Workshops an Bord teilnehmen. Mit LEGO und Post-its bewaffnet, erarbeiteten sie Empfehlungen für den Eisenbahnsektor und die (internationale) Politik, um den Zug zum wichtigsten Verkehrsmittel zu machen und den Ausstoß von CO2 und anderen schädlichen Gasen zu reduzieren.

Auf dem Weg dorthin unterzeichneten auch Verkehrsunternehmen, Infrastrukturbetreiber und Industrieverbände die "Botschaft an Glasgow". In dieser Botschaft forderten sie die anwesenden Staats- und Regierungschefs der Welt auf, mehr Ehrgeiz zu zeigen. Der Eisenbahn sollte eine noch wichtigere Rolle bei der Erreichung der Klimaziele zukommen. Mehr über diese Ambitionen erfahren Sie im Europäischen Jahr der Eisenbahn.

WKZ, Quelle ProRail

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