Die tschechische Eisenbahnverwaltung Správa železnic hat ein Planungsbüro für die Modernisierung der Strecke von Plzeň nach Chotěšov ausgewählt. Die Projektunterlagen für die geplante Modernisierung des Streckenabschnitts von Plzeň nach Chotěšov werden von Metroprojekt Praha erstellt.
Das Angebot in Höhe von 78 Mio. CZK (3 Mio. EUR) sicherte ihr den Erfolg bei der öffentlichen Ausschreibung. Der Bau wurde als eines der Pilotprojekte der Eisenbahnverwaltung für die Bearbeitung im BIM-Modus ausgewählt. Der Abschnitt auf der Strecke von Plzeň nach Domažlice wird elektrifiziert, gleichzeitig werden die Bahnhöfe Vejprnice und Nýřany sowie die Haltestelle in Tlučná umgebaut. Die Arbeiten sollen zwischen 2023 und 2025 durchgeführt werden.
Der ausgewählte Auftragnehmer wird die Projektunterlagen für die Baugenehmigung und die Bauausführung erstellen. Er sorgt auch für die vollständige Abwicklung des Grundstückerwerbs sowie für alle Unterlagen und Belege für die tatsächliche Durchführung des Bauvorhabens. Die Projektarbeiten werden von der Europäischen Union kofinanziert, insbesondere durch die Fazilität "Connecting Europe" (CEF).
Der geplante Bau wird am Anfang in der Ortschaft Nová Hospoda in Plzeň und am Ende an der Haltestelle Zbůch in der Nähe des neuen Bahnhofs Chotěšov an den ebenfalls vorbereiteten Neubau der Strecke von Plzeň nach Stod angeschlossen. Diese wird hauptsächlich dem Personenfernverkehr und dem Güterverkehr dienen. Die modernisierte Strecke über Nýřany wird dann nicht nur von Güterzügen im Nahverkehr, sondern auch von direkten elektrischen Personenzügen auf der Strecke Rokycany/Nepomuk - Plzeň - Heřmanova Hut'/Stod genutzt werden.
Die neuen Bahnsteige in den Bahnhöfen Vejprnice und Nýřany werden mindestens 170 Meter lang sein. Ein Vorteil für den Güterverkehr wird der Bau von Überholgleisen für kreuzende Züge mit einer Länge von bis zu 740 Metern sein. Die Bauarbeiten umfassen auch den Bau des ETCS-Systems. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke wird für konventionelle Züge auf 125 km/h erhöht, während Züge mit Neigetechnik bis zu 145 km/h fahren können.
WKZ, Quelle Správa železnic