english

Dienstag, 23 November 2021 08:00

Polen: Anträge für die zweite Phase des Programms "Kolej Plus" umfassen über 1300 km an Bahnstrecken

pk2pl1
Fotos PKP PLK.

Die Phase II des Aufrufs zur Einreichung von Anträgen für das Programm "Kolej Plus" zum Ausbau der lokalen und regionalen Eisenbahninfrastruktur bis 2028 endet. Bewerber können bis zum 24. November dieses Jahres Unterlagen mit Vorplanungen und Prognosestudien bei den PKP Polskie Linie Kolejowe S.A. einreichen. Ziel des Programms ist es, durch eine bessere Zugänglichkeit zur Eisenbahn die Erschließung der Regionen deutlich zu verbesern. 

Bis zum 24. November müssen die Antragsteller für das Programm "Kolej Plus" ihre Antragsunterlagen mit vorläufigen Planungs- und Prognosestudien erstellen. In den Unterlagen ist der erforderliche Umfang der Arbeiten anzugeben. Die Antragsteller müssen über Stellungnahmen und Schlussfolgerungen aus öffentlichen Konsultationen verfügen. Eine Bestätigung zur Sicherstellung der Finanzierung von mindestens 15 % der förderfähigen Investitionskosten ist beizufügen. Zudem ist eine Erklärung des zuständigen Aufgabenträgers über die Einführung und Finanzierung von mindestens vier täglichen Zugpaaren für fünf Jahre vorliegen.

Im November 2020 gingen 79 Anträge ein. Für die zweite Phase des Aufrufs zu "Kolej Plus" haben die Gebietskörperschaften Vorplanungs- und Prognosestudien für 47 Projekte in Auftrag gegeben. Dieser Pool umfasst 39 Linien und 8 Vorschläge, die den Bau von neuen Haltestellen betreffen. Der geschätzte Wert der Anträge beläuft sich auf über 16 Mrd. PLN (3,4 Mrd. EUR) und betrifft etwa 1300 km Eisenbahnstrecken, die derzeit nicht im Personenzugverkehr bedient werden. 

"Die Vielzahl der in Auftrag gegebenen Vorplanungs- und Prognosestudien mit über 1.000 km Streckenlänge zeigt, dass die Bahn für die Bevölkerung und die Gebietskörperschaften wichtig ist, um die Verkehrsanbindung zu stärken und die Regionen zu entwickeln. Der nächste Schritt ist die formale und inhaltliche Bewertung der Dokumente. Dann wird es eine Liste von Projekten geben, die für die Umsetzung qualifiziert sind", sagt Ireneusz Merchel, Vorstandsvorsitzender der PKP Polskie Linii Kolejowe S.A.

Die meisten Vorplanungs- und Prognosestudien wurden von Antragstellern in den folgenden Woiwodschaften in Auftrag gegeben: Śląskie (15), Wielkopolskie (5), Małopolskie (5) und Lubelskie (5). In den Woiwodschaften Mazowieckie und Dolnośląskie wurden jeweils 4 Projekte eingereicht. 2 Projekte wurden in den Woiwodschaften Lubuskie und Łódzkie eingereicht und 1 Projekt in den Woiwodschaften Opolskie, Podkarpackie, Podlaskie, Świętokrzyskie und Warmińsko-Mazurskie.

In der zweiten Phase der Auswahl für das Programm "Kolej Plus" unterstützten die PKP PLK S. A. die Bewerber bei der Erstellung der erforderlichen Unterlagen. Die Antragsteller berufen sich auf Konsultationen und erhielten Informationen u. a. über die Vorbereitung von Ausschreibungsverfahren für Vorplanungs- und Prognosestudien.

Phase der multikriteriellen Bewertung

In der nächsten Phase werden die Projekte einer multikriteriellen Bewertung unterzogen. PKP Polskie Linie Kolejowe S.A. hat drei Monate Zeit, um die Anträge zu prüfen. Das Ergebnis der Arbeit wird die Erstellung einer Rangliste von Projekten sein, die nach ihrer Annahme durch den Infrastrukturminister für die Realisierung im Rahmen des Programms "Kolej Plus" in Frage kommen.

Das Programm "Kolej Plus" soll bis 2028 umgesetzt werden. Seine Umsetzung wird die Lebensbedingungen der Einwohner verbessern und die Attraktivität vieler Regionen erhöhen. Das unter der Schirmherrschaft des Infrastrukturministeriums stehende Programm hat ein Volumen von 6,6 Mrd. PLN (1,4 Mrd. EUR), wovon 5,6 Mrd. PLN (1,2 Mrd. EUR) aus dem Staatshaushalt und etwa 1 Mrd. PLN (0,2 Mrd. EUR) von den lokalen Gebietskörperschaften stammen. Das Programm wird zur Beseitigung der verkehrlichen Ausgrenzung beitragen, indem es einen besseren Zugang zur Eisenbahn ermöglicht.

WKZ, GW, Quelle PKP PLK

Zurück

Nachrichten-Filter