english

Donnerstag, 25 November 2021 13:54

Ungarn: Der 100. Containerzug des Jahres ist aus China angekommen

rch
Foto RCH.

Der Zug wurde von den Mitgliedsunternehmen des CELIZ-Konsortiums – MÁV-REC, CECZ, ZÁHONY-PORT – sowie den Leiter:innen von Rail Cargo Operator - Hungaria und Rail Cargo Hungaria in Anwesenheit von László Mosóczi, Staatssekretär für Verkehrspolitik, Róbert Homolya, dem Vorsitzenden der MÁV empfangen. Mr. Feng Chun, der Vertreter der Botschaft der Volksrepublik China, nahm an der Veranstaltung online teil.

Der chinesisch–ungarische Verkehr weist in diesem Jahr ein hervorragendes Wachstum auf. Noch nie zuvor in seiner Geschichte wurden in einem Jahr 100 intermodale Züge – das entspricht nahezu 10.000 TEU – auf der kontinentalen Seidenstraße befördert. Im Vorjahr sind auf dieser Route insgesamt 38 Güterzüge angekommen. Die Beförderung des 100. Zuges wurde von Rail Cargo Logistics - RUS koordiniert, von Rail Cargo Operator - Hungaria organisiert, und von Rail Cargo Hungaria, die den Umschlag der Container bei ZÁHONY-PORT bestellt hat, an seinen Zielort in Budapest, Rail Cargo Terminal - BILK, weitergeleitet.

Die zunehmende Intensität dieser Beziehungen zeigt sich darin, dass zusätzlich zu den bereits bestehenden regelmäßigen Güterverkehrsverbindungen zwischen dem Rail Cargo Terminal - BILK in Budapest und Xian sowie Ganzhou in diesem Jahr auch direkte Schienengüterverkehrsverbindungen mit weiteren chinesischen Industriegebieten entstanden sind. Zwischen Urumtschi in der Provinz Xinjiang und Budapest verkehren wöchentlich Containerzüge, und auch aus Deyang in der Provinz Sichuan kommen bereits Züge in Ungarn an.

In den ersten drei Quartalen 2021 haben die von Rail Cargo Operator auf der kontinentalen Route und auf der Landstrecke der Seeroute behandelten Züge mit insgesamt 47.000 Containern 15.000 Container mehr befördert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, in erster Linie zwischen verschiedenen fernöstlichen Industriegebieten und dem Rail Cargo Terminal - BILK. Chinesische Hersteller und an der Abwicklung beteiligte Operatoren haben die Route nach Ungarn über Záhony verstärkt genutzt: Die Zahl der in den ersten neun Monaten angekommenen Container hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt.

Ende dieses Sommers ist der erste Exportzug mit Bestimmungsort China in Budapest abgefahren, seitdem sind zehn weitere Züge gefolgt. Das ist die erste regelmäßige Verbindung, die die Europäische Union am Austrittspunkt Záhony-Eperjeske verlässt und dabei die mittlere Route der Initiative „One Belt One Road“ nutzt.

Vor einigen Jahren wurde erstmals ein Exportzug von Budapest aus gestartet, aber die damalige Initiative wurde nicht von weiteren Sendungen gefolgt. Die Expert:innen der Rail Cargo Group haben im Rahmen einer internationalen Kooperation die aktuellen Zugprojekte vorbereitet. Um die adäquate Güterbasis zu schaffen, waren in diesem Prozess die ungarischen und österreichischen Kolleg:innen der Rail Cargo Operator bzw. – wegen der Koordinierung auf den Streckenabschnitten in den Zwischenländern – auch die Mitarbeiter:innen der Rail Cargo Logistics - RUS beteiligt.

Der Schienencontainerverkehr von Asien über Záhony in die Europäische Union hat in diesem Jahr einen neuen Aufschwung erlebt. Neben dem überlasteten Umschlagbahnhof Malaszewicze in Polen kommen immer mehr Züge mit Bestimmungsort Ungarn direkt über Záhony an. Da diese mittlere Route schneller ist und in ihrer Nähe mehr freie Infrastrukturkapazitäten zur Verfügung stehen, ist es naheliegend, dass der Grenzübergang Záhony in absehbarer Zeit zu einem der wichtigsten Güterverkehrskanäle wird.

Im Güterverkehr zwischen Ungarn und China spielen auch die südlichen Seehäfen eine bedeutende Rolle: Auch der chinesische Containerverkehr nach Ungarn über die Häfen von Piräus und Rijeka erwies 2021 ein Wachstum im zweistelligen Bereich. Obwohl die RCO-HU im Berichtszeitraum nahezu gleich viele Züge zwischen den Seehäfen und dem RCT-BILK abgefertigt hat, beförderten diese 20-25% mehr Container.

Pressemeldung RCH

Zurück

Nachrichten-Filter