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Mittwoch, 01 Dezember 2021 09:00

Italien: 200 Mio. EUR für emissionsfreie Intercity-Züge und 300 Mio. EUR für Elektrobusse

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Foto Ministero delle infrastrutture e della mobilità sostenibili.

Die Erneuerung von Regional- und Intercity-Zügen, die im Personenverkehr von und nach Süditalien eingesetzt werden, und die Stärkung der Entwicklung der Lieferkette für die Produktion von umweltfreundlichen Bussen sind die Ziele von zwei Dekreten, die am 30.11.2021 vom Minister für Infrastruktur und nachhaltige Mobilität, Enrico Giovannini, unterzeichnet wurden und die den Nationalen Sanierungs- und Resilienzplan (Piano Nazionale di Ripresa e Resilienza, PNRR) umsetzen, indem sie die Eisenbahnen stärken und die grüne Transformation der Busindustrie umsetzen.

Das Dekret über die Erneuerung des rollenden Materials stellt der Trenitalia SpA 200 Mio. EUR für den Kauf neuer elektrischer oder wasserstoffbetriebener Züge zur Verfügung, um veraltete und umweltschädliche Fahrzeuge zu ersetzen, die Servicequalität zu verbessern und die Umwelt- und Lärmbelästigung zu verringern. Insbesondere sind 60 Mio. EUR für den Kauf von 7 bimodalen Zügen für die Intercity-Verbindung Reggio Calabria - Taranto und 140 Mio. EUR für den Kauf von 70 Wagen für den Nacht-Intercity-Verkehr von und nach Sizilien vorgesehen. Trenitalia muss die bimodalen Züge bis zum 31. Dezember 2024 und die Waggons für den nächtlichen Intercity-Verkehr bis zum 30. Juni 2026 bereitstellen.

"Die Verbesserung des Bahnangebots in den südlichen Regionen ist ein wesentlicher Bestandteil des Engagements des Ministeriums für die Wiederbelebung des Mezzogiorno, um die Menschen zu ermutigen, weniger mit dem eigenen Auto zu fahren und für mittlere und lange Strecken die Bahn zu nutzen und so zum ökologischen Wandel beizutragen", so Minister Giovannini. "Unser Engagement gilt nicht nur dem Hochgeschwindigkeitsverkehr. Die neuen emissionsfreien Züge der neuesten Generation, die auf den Mittel- und Fernstrecken eingesetzt werden, werden auch die Qualität des Intercity-Verkehrs verbessern, der einen niedrigeren Fahrpreis hat und von Studenten und Arbeitnehmern für ihre täglichen Fahrten genutzt wird".

Das Dekret zur Entwicklung des Sektors der umweltfreundlichen Busse sieht vor, dass die 300 Mio. EUR, die im Rahmen des PNRR für den Zeitraum 2021-2026 für dieses Ziel bereitgestellt werden, dazu verwendet werden, die Umsetzung von etwa 45 industriellen Umstellungsprojekten für die Produktion von umweltfreundlichen Bussen durch das Instrument der "Entwicklungsverträge" (contratti di sviluppo) zu unterstützen. Von dem Gesamtbetrag - 250 Mio. für neue und 50 Mio. für bestehende Projekte - müssen mindestens 40 Prozent für die Finanzierung von Projekten in den südlichen Regionen (Abruzzen, Basilicata, Kalabrien, Kampanien, Molise, Apulien, Sardinien und Sizilien) vorgesehen werden. Wie in den europäischen Vorschriften vorgeschrieben, dürfen die geplanten Investitionen die Umwelt nicht nennenswert schädigen (Grundsatz "Do no significant harm" - DNSH) und müssen so rechtzeitig abgeschlossen werden, dass die Produktion von Umweltbussen und den dazugehörigen Komponenten bis zum 30. Juni 2026 aufgenommen werden kann.

"Die Förderung der Entwicklung der nationalen Produktionskette für schadstofffreie Busse setzt einen industriellen Transformationsprozess in Gang, den Italien dringend braucht, auch weil wir in den kommenden Jahren dank der Regelung, die ein schrittweises Verbot des Verkehrs von Transportern und Bussen der Abgasstufen Euro 1, 2 und 3 bis 2023 vorsieht, und des neuen mehrjährigen Fonds für nachhaltige Mobilität, der im Entwurf des Haushaltsgesetzes enthalten ist, den Ersatz der vorhandenen Fahrzeuge beschleunigen wollen, um die Luftqualität in den Städten zu verbessern", erklärte Minister Giovannini. "Dank der Mittel des PNRR können wir die verlorene Zeit aufholen und sicherstellen, dass sich die Industrie unseres Landes auf das neue Paradigma der nachhaltigen Mobilität einlassen kann und in der Lage ist, die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlichen Fahrzeugen für den öffentlichen Verkehr zu befriedigen."

WKZ, Quelle Ministero delle infrastrutture e della mobilità sostenibili

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