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Freitag, 12 Januar 2018 18:40

Schweden: Green Gargo und DB Cargo trennen sich

Das zu 100 % dem schwedischen Staat gehörende Güterverkehrsunternehmen Green Cargo hat den Kooperationsvertrag mit DB Cargo Scandinavia A/S - an der es zu 49 % beteiligt ist - aufgelöst. Wie das gewöhnlich gut unterrichtete schwedische Eisenbahnerforum Lokforaren berichtet, wird damit DB Cargo Scandinavia wieder zu einem Unternehmen, das zu 100 Prozent der DB Danmark Holding ApS bzw. Deutschen Bahn gehört.

DB und Green Cargo agieren dann in Schweden als eigenständige Wettbewerber. Die Abtrennung wird voraussichtlich Ende dieses Jahres fertiggestellt sein, heisst es in noch nicht veröffentlichten Informationen.

Wie es heisst, gab es Differenzen über die Ausrichtung des gemeinsamen Unternehmens. "Wie viele wissen, hat DB Cargo Scandinavia in den letzten Jahren nicht das gewünschte Wachstum erzielt. Wir hatten Schwierigkeiten, den Gesamtstrategien zuzustimmen, wie zum Beispiel die jüngsten rückläufigen Volumina zu kompensieren und in wie weit DB Cargo noch in Schweden fahren wird. Außerdem war es oft unmöglich, den Wünschen der Kunden zu entsprechen, dass wir die gesamte Strecke in Schweden zurücklegen, ohne die Züge in Malmö Green Cargo zu überlassen."

Green Cargo besitzt seit März 2008 49 Prozent der Anteile an DB Cargo Scandinavia A/S - damals noch Railion Scandinavia A/S. Das Unternehmen wurde ursprünglich gegründet, um als Puffer zu fungieren und sowohl DB als auch Green Cargo vor Wettbewerbern zu schützen. Inzwischen verdichten sich Nachrichten, dass DB selbst Stahltransporte Luleå - Borlänge und Borlänge - Oxelös fahren möchte.

Die DB schreibt, im September seien Signale bekannt gegeben worden, dass Green Cargo den Kooperationsvertrag kündigen wolle. Dazu trug vielleicht auch bei, dass die Stimmung umschlug, als schwedische Industrieelle gegen Pläne interveniert haben, Green Cargo an DB zu verkaufen.

"Die Vision für 2020 ist, dass wir in Skandinavien wachsen und der größte Güterverkehrsanbieter in Skandinavien werden, der Nord- und Mitteleuropa verbindet", so die DB.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Lokforaren

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Letzte Änderung am Freitag, 12 Januar 2018 19:50

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