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Dienstag, 14 Dezember 2021 09:00

Frankreich: Zehn Nachtzüge für 800 Mio. EUR bis 2030

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Fotos Jean-Baptiste Djebbari.

Die französische Regierung will zwischen 2026 und 2030 mehrere zusätzliche Nachtzüge mit neuem Material, das von spezialisierten Unternehmen gemietet werden soll, einführen und mehr Nachtverbindungen zwischen europäischen Metropolen schaffen, wie der Verkehrsminister Jean-Baptiste Djebbari am Sonntag in einer der Agence France Presse übermittelten Botschaft erklärte.

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"Ich möchte, dass wir bis zum Jahr 2030 etwa zehn nationale Nachtzuglinien haben", so der Minister. Und nannte die Verbindungen von Paris nach Briançon, Nice, Rodez und Albi, Latour de Carol, Tarbes, Bayonne und San Sebastián (Spanien) sowie von Paris nach Perpignan, Cerbère und Barcelona und von Paris nach Toulouse, Montpellier und Marseille. Er fügte die Querverbindungen Metz/Genève - Nice/Barcelona/Bordeaux und Bordeaux - Nice hinzu.

Ein Teil dieser Strecken besteht bereits, wie Paris - Nice - im Mai wiederbelebt - Paris - Tarbes - Lourdes - am Sonntagabend wiederbelebt - oder Paris - Rodez, der nach Albi verlängert werden soll. Ihr Betrieb könnte mit gemeinsamen Fahrten der Wagen auf einem Teil der Strecke rationalisiert werden, oder auch nicht. "Die Entscheidungen über den Betrieb müssen noch getroffen werden", heißt es aus dem Ministerium.

Premierminister Jean Castex kündigte kürzlich ebenfalls eine baldige Wiederbelebung des Nachtzugs Paris - Aurillac an.

Mehr europäische Nachtzüge

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"Ich will, dass es mehr europäische Nachtzüge gibt", sagte Djebbari ebenfalls. "Um neue zu schaffen, arbeite ich daran, Anfang 2022 einen Aufruf zur Interessenbekundung zu starten."

"Mein Ziel ist es, dass Nachtzüge Paris mit den europäischen Hauptstädten verbinden: Madrid, Rom, Kopenhagen, vielleicht sogar Stockholm", erklärte er und erinnerte daran, dass die Strecke Paris - Wien am Montag und die Strecke Paris - Berlin Ende 2023 wieder aufgenommen werden sollen.

"Wir haben auch ein Projekt für eine Linie, die Straßburg und Luxemburg mit Barcelona verbinden würde, über Metz, Nancy, Montpellier und Perpignan", fügte er hinzu.

Was das rollende Material betrifft, "wollen die Reisenden komfortable Nachtzüge, und das ist normal. Daher werden die Schlafwagen wieder eingeführt, zusätzlich zu den Liegewagen und Sitzplätzen", kündigte er an. "Ich werde dafür sorgen, dass neues Rollmaterial entwickelt wird, das zwischen 2025 und 2030 geliefert werden soll", betonte der Minister. Es würde etwa 300 Wagen, 30 Lokomotiven und zwei Werkstätten umfassen, was einer Investition von "mindestens 800 Mio. EUR" entspräche. "Die beste Option für die Finanzierung ist, dass der Staat eine oder mehrere Leasinggesellschaften beauftragt, die die Bestellung und Verwaltung des rollenden Materials übernehmen", sagte er.

"Die Verfahren könnten Anfang 2022 eingeleitet werden, für neue Nachtlinien ab 2026", sagte Djebbari.

WKZ, Franz A Roski, Quelle Dernières Nouvelles d'Alsace

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